1 zu 1: Davis Cup Finale bleibt nach erstem Tag spannend

swissteam

Verkehrte Welt, aber das Davis Cup Finale in Lille zwischen Gastgeber Frankreich und der Schweiz ist nach dem ersten Tag weiter spannend. Nachdem Stan Wawrinka im verlorenen Halbfinale bei den ATP World Finals in London gegen Roger Federer offenbar mit dessen Gattin Mirka in Streit geraten war und der Haussegen im Schweizer Team angeblich etwas in Schieflage geriet, spielte sich der Weltranglisten-Vierte beim Auftaktmatch gegen Jo-Wilfried Tsonga augenscheinlich den Frust von der Seele.

Viersatz Sieg von Wawrinka im „Kuhstall“ von Lille

Die Nummer zwei der Eidgenossen legte gegen Frankreichs besten Einzelspieler einen Blitzstart hin und gewann den ersten Satz in nur 24 Minuten mit 6:1. Die rund 2000 mitgereisten Schweizer Schlachtenbummler verwandelten den mit über 27.400 ausverkauften Center Court, der bei den ersten Trainings noch eiskalt war und stinkte (Wawrinka selbst sprach sogar von einem Kuhstall) in einen wahren Hexenkessel. Doch der Tennis-Ali kämpfte sich zurück und holte sich Durchgang zwei mit 6:3. Nun schienen die Franzosen ihren Musketier auf der Erfolgswelle nach vorne zu peitschen. Doch die Euphorie wehrte nicht lange. Wawrinka gewann den dritten mit 6:3, den vierten Satz sogar mit 6:2.

stadionlille

Monfils schoss den Maestro aus der Halle

Im Anschluss trieb die Führung der Schweiz Wawrinkas Kumpel Roger Federer im Spiel gegen Gael Monfils nicht zu Höchstleistungen. Noch sichtlich durch seine Verletzung gehandicapt, musste sich der Weltranglisten-Zweite von seinem Gegenüber abschlachten lassen. Die Nummer zwei der Franzosen gewann deutlich mit 6:1, 6:4, 6:3 und schaffte damit für sein Land den Ausgleich.

Federer und Wawrinka im Doppel nicht im Einsatz

Für das Doppel am Samstag nominierte der Schweizer Teamchef Severin Lüthi etwas überraschend Marco Chiudinelli und Michael Lammer. Nur ein Bluff? Schließlich kann man bis einer Stunde vor dem Spiel die Aufstellung wechseln. Es ist allerdings durchaus möglich, dass Lüthi seine beiden Superstars für die entscheidenden Einzel am Sonntag schonen möchte.

Fotos: facebook/Swiss Davis Cup Team (Screenshots)

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