12. Titel: Nadal ließ sich in Paris nicht vom Thron stoßen

Rafael Nadal Rom Foto: Samuel Thurner

Nach dem grandiosen Semifinalsieg von Dominic Thiem gegen Novak Djokovic, träumte ganz Österreich von einer ähnlichen Sternstunde bei den French Open wie 1995, als Thomas Muster nach einem Sieg über Michael Chang die Trophäe in den Pariser Himmel stemmen durfte. Doch der Niederösterreicher musste sich wie schon im Vorjahr „Sandplatz-Gott“ Rafael Nadal geschlagen geben. Der Spanier holte in Roland Garros seinen 12. (!) Titel.

Lange ein Fight auf Augenhöhe
Dabei lieferte der Schützling von Nicolas Massu, der sich 2018 noch glatt in drei Sätzen geschlagen geben musste, dem Mallorquiner in diesem Jahr zumindest in den ersten beiden Sätzen einen Fight auf Augenhöhe. „Dann ist Nadal auf mich draufgestiegen, nachdem ich leider etwas nachgelassen habe“, meinte Thiem nach der Niederlage. Nach einem 6:3 und 5:7 aus Sicht von Nadal, machte der nunmehrige 18-fache Grand-Slam-Champion mit zwei Mal 6:1 kurzen Prozess und durfte nach fast genau drei Stunden Spielzeit jubeln.

Enttäuschung bei Thiem war groß
„Ich denke, es wird nie mehr einer kommen wie Nadal. Ich glaube, dass wird es nie mehr geben, dass einer zwölf Mal ein Grand-Slam-Turnier gewinnt“, streute Thiem seinem Gegner Rosen, konnte seine Enttäuschung aber nicht verbergen. „Ich bin jetzt einmal richtig enttäuscht, dass ich diese zweite Möglichkeit auch liegen habe lassen. Das Einzige, woran ich denke ist, dass ich richtig weiter arbeite“, so der Lichtenwörther, der als erst neunter Spieler in der Open Ära die Top 2 der Weltrangliste bei einem Major entzaubern hätte können. Und Thiem verpasste es, die Serie von neun Grand-Slam-Titeln in Folge von Djokovic (3), Federer (3) und Nadal (3) zu beenden. Stan Wawrinka (3), Andy Murray (2), Juan Martin Del Potro (1) und Marin Cilic (1) bleiben die einzigen noch aktiven Spieler, die einen Grand-Slam-Titel gewinnen konnten.

Herzdame Mladenovic mit Doppeltitel
Doch ein kleiner Trost bleibt Thiem: Herzdame Kiki Mladenovic konnte an der Seite der Ungarin Timea Babos immerhin den Doppeltitel in Paris einfahren.

Foto: Samuel Thurner

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