23 Jahren nach Becker! Sascha Zverev holt sich WM-Titel

Bei den ATP Finals in London rechneten nach der Gruppenphase eigentlich alle mit dem Traumfinale Novak Djokovic gegen Roger Federer – vergaßen dabei aber auf einen jungen Wilden, der eigentlich noch bei den Next Gen ATP Finals in Mailand mitspielen hätte dürfen.

Starke Leistung nach Pleite in Gruppenspiel

Der 21-jährige Alexander Zverev setzte sich im Semifinale gegen Federer knapp mit 7:5, 7:6 (5) durch und stand plötzlich – für viele unerwartet – Djokovic im Endspiel gegenüber. Konnte sich der Serbe in der Gruppenphase noch glatt mit 6:4, 6:1 gegen den 1,98 Meter großen Deutschen durchsetzen, war „Sascha“ im Endspiel einfach der bessere Spieler gegen einen phasenweise müde wirkenden „Djoker“. Nach einer Stunde und 20 Minuten setzte sich Zverev mit 6:4, 6:3 durch und ist damit der erste Deutsche Sieger beim Saisonfinale der besten acht Spieler seit Boris Becker im Jahr 1995. 23 Jahre nach „Bobbele“ krönt sich der 21-Jährige mit dem größten Erfolg seiner noch jungen Karriere zum inoffiziellen Weltmeister.

US-Duo gewinnt dramatisches Doppel-Finale

Im Doppel setzten sich die favorisierten US-Boys Mike Bryan und Jack Sock durch. Die beiden Wimbledon- und US Open-Champions setzten sich in einem dramatischen Endspiel gegen die beiden Franzosen Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert mit 5:7, 6:1 und 13:11 im Matchtiebreak durch. Dabei führten die US-Amerikaner in der Kurzentscheidung schon mit 9:5, vergeigten insgesamt sechs Matchbälle, wehrten einen ab und durften am Ende ausgerechnet dank eines Doppelfehlers von Herbert jubeln. Für Bryan ist es bereits der fünfte Titel bei den ATP Finals, Partner Sock gewinnt das Saisonfinale der besten Acht zum ersten Mal.

Foto: Samuel Thurner

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>