Nach nur drei Wochen: Thiem trennt sich von Muster

Der Platz von Thomas Muster in der Spielerbox von Dominic Thiem in der dritten Runde der Australian Open blieb im Spiel gegen US-Boy Taylor Fritz leer. Auch beim Training der österreichischen Nummer eins war der French Open Sieg von 1995 nach dem Zweitrunden-Sieg gegen den Australier Alex Bolt nicht dabei. Hat sich der einstige Sandplatz-König womöglich einen Virus eingefangen?

„Es hat einfach nicht gepasst“
Nein, Österreichs einziger Grand-Slam-Champion ist kerngesund! Der beim ATP Cup in Sydney offiziell als „Super-Coach“ von Thiem vorgestellte Muster geht wieder seine eigenen Wege. Die erwartungsvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden – vom ersten Grand-Slam-Sieg und der Nummer eins der Welt war die Rede – ging nach nur drei Wochen auch schon wieder in die Brüche. „Es hat einfach nicht gepasst. Dabei geht es nur um die Arbeit. Wir verstehen uns persönlich sehr gut und haben von Anfang an gesagt, dass wir uns erzählen werden, wenn etwas nicht passt“, erklärte der 26-Jährige in der Pressekonferenz nach seinem Vier-Satz-Triumph.

Unterschiedliche Charaktere
Die Trennung sei aber zumindest einvernehmlich und ohne Streit oder böses Wort über die Bühne gegangen. „Tom hat gute Arbeit geleistet, ist zu 100 Prozent hinter dem Projekt gestanden, hat mir viele Inputs geliefert“, wird Thiem von der „Kronenzeitung“ zitiert. „Aber unsere Charaktere sind völlig verschieden. Ein Grand Slam baut für mich automatisch sehr viel Druck auf, dann ist es schwer, wenn noch mehr Druck von außen erzeugt wird.“

Massu wieder alleiniger Trainer
Thiem wird damit wieder nur von Coach Nicolas Massu betreut. Im Achtelfinale gegen den Franzosen Gael Monfils wird der Chile aber bestimmt nicht alleine in der Spielerbox der österreichischen Nummer eins sitzen müssen.

Foto: Samuel Thurner

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