„König Rafa“ demütigte den „Djoker“: 13. Titel in Paris

Rafael Nadal Rom Foto: Samuel Thurner

Sogar den Fans von Rafael Nadal konnte Novak Djokovic in den ersten beiden Sätzen des Franch Open-Finales leid tun. Der Serbe spielte teilweise starkes Tennis, doch auf der anderen Seite der Platzes stand mit Nadal einer, der in seinem 102. Match in Roland Garros wohl eine seiner besten Spiele ablieferte – dabei konnte der Spanier 99. dieser Begegnungen für sich entscheiden. Egal was der Djoker auch machte, der „Stier aus Manacor“ hatte eine Lösung parat.

Spanier wie von einem anderen Stern
Nach 45 Minuten mussten sich die wenigen Zuschauer im Court Philippe Chatrier und die abertausenden zu Hause vor den Fernsehgeräten aber die Augen reiben. Denn im 56. Duell der beiden holte sich Nadal, der bereits 2012 und 2014 die Paris-Endspiele gegen Djokovic für sich entschied, den ersten Durchgang mit 6:0. Und in einem ähnlichen Ton ging es auch in Satz zwei weiter. Dem Serben gelang zwar sein erstes Game, aber nach einer Stunde und 35 Minuten war die 2:0-Satzführung für den Mallorquiner perfekt. Nach wie vor spiele Djokovic teilweise grandios auf, aber Nadal schien einfach von einem anderen Stern zu sein.

Kurzes Aufbäumen war umsonst
Erst im dritten Satz konnte die Nummer eins der Welt dem Ranglisten-Zweite so richtig entgegensetzen. Nole spielte plötzlich aggressiver und versuchte auch immer wieder das Publikum mitzureißen. Er ging nach Break und Re-Break mit 4:3 in Führung. Doch Nadal legte noch einmal einen drauf, holte das Break zum 6:5 und servierte mit einem Ass aus. Nach zwei Stunden und 41 Minuten sank Nadal auf die Knie und reckte nach dem 6:0, 6:2, 7:5 die Fäuste in den Himmel. Sein sage und schreibe 100. Erfolg in Paris war gleichzeitig der 13. (!) Major-Sieg auf dem Pariser Sand.

Mit Rekordhalter Federer gleichgezogen
Doch dem nicht genug: Nadal zog mit seinem insgesamt 20. Grand-Slam-Titel mit Rekordhalter Roger Federer gleich. Dieser war auch einer der ersten Gratulaten in den sozialen Netzwerken: „Ich hatte immer den größten Respekt vor meinem Freund Rafa als Person und als Champion. Als mein größter Rivale über viele Jahre hinweg, glaube ich, dass wir uns gegenseitig dazu gedrängt haben, bessere Spieler zu werden. Daher ist es für mich eine wahre Ehre, ihm zu seinem 20. Grand-Slam-Sieg zu gratulieren. Besonders erstaunlich ist es, dass er jetzt Roland Garros unglaubliche 13 Mal gewonnen hat“, so der Schweizer und legte sogar noch eine Kampfansage gegen die restlichen Spieler nach. „Ich hoffe, 20 ist für uns beide nur ein weiterer Schritt auf der weiteren Reise. Gut gemacht Rafa, du hast es dir verdient.“

Foto: Samuel Thurner

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