Federer, Nadal, Thiem und Co. gegen den „Rest der Welt“

Sportlich gesehen ist er im Vergleich zu den Grand-Slam-Turnieren wertlos. Doch der noch junge „Laver Cup“ hat vielen anderen Turnieren und vor allem dem Davis Cup schon längst den Rang abgelaufen. Es geht vordergründig ums Prestige – garantiert mit jeder Menge Spaß, wie die Auflagen vor zwei Jahren in Prag und 2018 in Chicago gezeigt haben.

50.000 Zuschauen an drei Tagen erwartet
Der Showkampf zwischen den besten Spielern Europas und dem „Rest der Welt“ funktioniert. 50.000 Zuschauer werden am Wochenende beim dritten „Laver Cup“ in der Palexpo-Halle in Genf erwartet. Zwar gibt es bei dem an den Ryder Cup im Golf angelehnten Mannschaftsevent – initiiert von der Agentur „Team8“ von Roger Federer – auch etwas Preisgeld (je 250.000 Dollar für die Sieger), aber für viele der Spieler ist „Dabeisein“ wohl alles.

Klare Angelegenheit für Europa?
Und auch in Genf wird „Team World“ wieder alles in ihrer Macht stehende versuchen, um sich zum ersten Mal den Titel zu holen. Doch leicht wird es nicht: Geht es nach dem Papier, ist es eine klare Angelegenheit für das Team von Legende Björn Borg. Das „Team Europa“ stellt nämlich gleich fünf Top-Ten-Spieler. Ihre Gegner können mit John Isner gerade einmal auf einen Spieler aus den Top 20 zählen. „Auf dem Papier sind wir definitiv unterbesetzt, es ist einseitig. Aber in den einzelnen Begegnungen kann es funktionieren. Ich glaube ehrlich, dass wir gewinnen können“, strotzt Nick Kyrgios, der auch 2017 und 2018 dabei war, bekanntlich mit Selbstvertrauen. „Der Laver Cup macht extrem Spass. Ich habe viele gute Erinnerungen. Als Team zusammenzukommen und das Team Welt zu repräsentieren, ist ein spezielles Gefühl.“

Drei der besten der Welt fehlen
Mit Kei Nishikori (Nummer 8 der Welt), Diego Schwarzmann (16) und Kevin Anderson (18) fehlen die derzeit drei bestplatzierten Spieler der Weltauswahl. Während der Südafrikaner Anderson verletzt ist, hat Nishikori abgesagt. „Die Teams sind zu unausgeglichen“, so der Japaner, der sich lieber auf die für ihn wichtige Asien-Tour vorbereitet.

Thiem und Shapovalov eröffnen den Cup
Den Auftakt in Genf machen jedenfalls andere – viele der jüngeren Generation. Dominic Thiem und Denis Shapovalov werden den „Kampf der Kontinente“ eröffnen. Danach steigen der Italiener Fabio Fognini und der US-Boy Jack Sock, den viele eigentlich nur in den Doppeln erwartet haben, in den Ring. In der ersten Night Session bekommt es Stefanos Tsitsipas mit Taylor Fritz zu tun. Am Ende des Tages schickt Borg im Doppel Lokalmatador Federer mit Alexander Zverev und Welt-Teamchef John McEnroe Sock und Shapovalov auf den Platz. Pro Matchsieg bekommt man an Tag eins einen Punkt.

Foto: instagram/Laver Cup (Screenshot)

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