„Arschloch“ Federer wieder König in kalifornischer Wüste

5. Titel in Indian Wells, 25. Masters 1000 Titel und 90. Einzeltitel! Roger Federer ist derzeit knapp an der Form seines Lebens dran. Und das mit 35 Jahren! Nach dem glatten zwei Satz Sieg gegen Langzeitrivale Rafael Nadal im Viertelfinale und der verletzungsbedingten Aufgabe von Nick Kyrgios im Semifinale, triumphierte der Schweizer beim Millionen-Turnier in der kalifornischen Wüste im Endspiel auch gegen Landsmann Stan Wawrinka. Dank des 6:4 und 7:5-Erfolgs ist der 18-fache Grand Slam-Sieger seit Montag auch wieder die neue Nummer sechs der Welt.

Schiri-Fehlentscheidung entschied ersten Satz

Nachdem die beiden Davis-Cup-Kumpels aufgrund des mehr als drei Stunden dauernden Endspiels der Frauen zwischen den beiden Russinnen Elena Vesnina und Svetlana Kuznetsova (am Ende siegte 6:7 (6), 7:5 und 6:4) lange auf ihren Auftritt warten mussten, legten beide Schweizer mit starken Serviceleistungen los wie die Feuerwehr. Breakchancen? Fehlanzeige! Doch dann trug eine Schiedsrichterfehlentscheidung maßgeblich zum Ausgang des ersten Satzes bei. Wawrinka servierte beim stand von 4:5 und 30:15 ein Ass. Doch obwohl der Linienrichter den Ball auf der Linie sah, überstimmte der Mann am Stuhl die Entscheidung. „Stan the Man“ verzichtete auf das Hawk-Eye. Doch wie die Fernsehzuschauer sehen konnten, kratzte der Ball die Linie. Statt 40:15 stand es 30:30. Federer holte sich die Breakchance und schlug eiskalt zu.

„Maestro“ legte in der entscheidenden Phase zu

Doch Wawrinka ließ sich davon nicht irritieren. Gleich zu Beginn des zweiten Satzes breakte er den „Maestro“. Doch dieser schlug umgehend zurück. In der entscheidenden Phase konnte der Australian-Open-Sieger im hochklassigen Endspiel noch einen Zahn zulegen und schaffte schlussendlich erneut ein Break. Der zweite große Titel für Federer im zweiten großen Turnier des Jahres.

Wawrinka scherzte bei Siegerehrung

Seine Enttäuschung konnte der nach den Strapazen müde Wawrinka bei der Siegerehrung nicht ganz verbergen. Trotz Tränen in den Augen ist er aber noch zum Scherzen aufgelegt. Als Stan seinem Freund zum Sieg gratulieren wollte, brach es aus ihm heraus. „Er lacht. Er ist ein Arschloch“, scherzte der Romand. Federer grinst und nimmt der verbalen „Ausrutscher“ von Wawrinka mit Humor. Denn umgehend fügt die Nummer drei der Welt hinzu. „Als du bei den Australian Open im Endspiel am Platz standst, war ich dein größter Fan.“

Foto: Stefan Ruef

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