ATP-Turnier in Kitz feiert 70-Jahr-Jubiläum

SKI ALPIN - FIS WC Kitzbuehel

Ob Thomas Muster, Pete Sampras oder Goran Ivanisevic – sie alle triumphierten in den 1990er Jahre in der Gamsstadt. Die Verbindung Kitzbühel und Tennis ist legendär. Der „weiße Sport“ hat in den Tiroler Alpen eine große Tradition und ist fast so populär wie Skifahren. Seit mittlerweile 70 Jahren werden in der Gamsstadt internationale Tennisturniere abgehalten. Nach der Rückkehr auf die ATP World Tour vor drei Jahren, wird Kitzbühel ab dem Wochenende wieder zum Schauplatz von Weltklasse-Tennis.

Mehr als 30.000 Begeisterte im Vorjahr

Im vergangenen Jahr verfolgten mehr als 30.000 begeisterte Tennisfans die heiß umkämpften Partien live vor Ort. Auf der ganzen Welt sahen Millionen vor den Bildschirmen das Geschehen in Kitzbühel. Insgesamt wurde der Bet-at-home-Cup in 63 Länder und vier Kontinente übertragen. Kurzum: die Erwartungen von Turnierdirektor Alexander Antonitsch und seinem Team wurden mehr als übertroffen. Doch heuer will man noch eines draufsetzen.

Spielerfeld so stark wie nie

Noch nie hat der so genannte Cut-off in Kitzbühel bei Platz 67 gelegen. „Der höchstgerankte Spieler, der in diesem Jahr in Kitzbühel aufschlagen wird, ist die Nummer 67 der Welt. Eine solche Dichte an Top-Spielern hat es in Kitzbühel noch nicht gegeben“, erklärte KTC-Präsident Herbert Günther. Zudem steht fest, dass mit Jürgen Melzer und Dominic Thiem beide österreichischen Stars im Hauptfeld stehen werden: „Dieses Spielerfeld macht uns unheimlich stolz, es ist auf höchstem Niveau besetzt. Mittendrin können auch zwei Österreicher um den Titel mitspielen, das ist wichtig für den Tennissport in unserem Land und das Turnier in Kitzbühel“, erklärt auch Antonitsch. Neben Melzer und Thiem schlägt in Kitzbühel 2014 unter anderem auch Nicolas Almagro, Marcel Granollers, Robin Haase und Andreas Seppi auf. Auch der 17 Jahre alte Senkrechtstarter Alexander Zverev wird dank einer Wildcard mit von der Partie sein. Diese Vergabe hat in Österreich allerdings nicht nur positive Jubelschreie mit sich gebracht. Schließlich wurde Österreichs Nummer 3, Andreas Haider-Maurer, diese Wildcard bereits zugesagt. „Es ist eine riesen Enttäuschung“, erklärte der Davis-Cup-Spieler der „Kronenzeitung“. Schließlich hat er nach der kurzfristigen Absage nicht einmal mehr die Möglichkeit, bei einem anderen Turnier zu spielen. „Man hat in Kitzbühel wohl vergessen, dass ich dem Turnier acht Jahre lang immer die Treue gehalten habe. Und meistens der einzige Österreicher am Start war.“

Großes Rahmenprogramm zum Jubiläum

Um das 70. Jahr Jubiläum gebührend zu feiern, hat man sich in Kitzbühel auch etwas ganz besonders einfallen lassen. Mit dem so genannten 70ies Day am Sonntag wird das Turnier bei freiem Eintritt (solange der Vorrat reicht) feierlich eröffnet. Mit Legenden der vergangenen 70 Turnierjahre werden die Spieler begrüßt und das erste Match des Hauptfeldes ausgetragen. Zusätzlich findet am Eröffnungs-Sonntag ein Weltrekordversuch mit dem TTV im Tennisball-peppeln statt. Ziel ist es, 800 bis 1000 Personen am Tenniscourt zu versammeln, die zeitgleich einen Tennisball 10 Sekunden lang am Schläger peppeln können, ohne dass der Ball still liegen bleibt oder vom Racket fällt. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 675 Personen und wurde in London aufgestellt.

Foto: GEPA pictures

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