Aus der Traum von Nummer 1: Wawrinka-Pleite zum Auftakt

Andy Murray, Rafael Nadal, Novak Djokovic und auch Stan Wawrinka: Die Ausgangslage vor dem Start der Championships in Wimbledon hätte spannender nicht sein können. Gleich vier Profis kämpften um den Thron. Für einen ist der Traum der Nummer eins der Welt aber bereits in Runde eins ausgeträumt.

Knieprobleme beim Schweizer

Wawrinka scheiterte zum Auftakt gegen Daniil Medwedew mit 4:6, 6:3, 4:6 und 1:6. Der Russe, der in Eastbourne bereits seine Klasse auf Rasen aufblitzen ließ und erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Djokovic scheiterte, spielte frech auf. Der Schweizer hingegen machte vor allem mit der Vorhand zu viele Fehler. Und so kam es wie es kommen musste: Der an Knieproblemen leidende Eidgenosse, der in diesem Jahr in Wimbledon den Karriere-Slam komplettieren hätte können, muss nach zwei Stunden und 12 Minuten wieder die Koffer packen. „Ich erwartete ein schwieriges Match, sah Medwedew schon spielen, er ist wirklich ein gefährlicher Gegner. Und ich habe gegen einen großartigen Spieler verloren“, meinte der dreifache Grand-Slam-Champion nach dem Match bitter enttäuscht. „Im vergangenen Jahr war es das rechte Knie, jetzt ist es das linke. Ich fühlte mich nicht wie ich es mir gewünscht hätte.“

Murray, Nadal oder Djokovic?

In der Tableau-Hälfte von Wawrinka haben nun zwei andere potentielle Nummer eins der Welt freie Bahn. Sowohl Andy Murray als auch Rafael Nadal haben ihr Schicksal selbst in der Hand und wären mit dem Titelgewinn an der Church Road Branchenprimus. Im Halbfinale könnte es im direkten Duell zwischen dem Schotten und dem Spanier damit zum ultimative Match um den Tennis-Thron kommen. Rafa könnte erstmals seit Juli 2014 wieder die Spitzenposition einnehmen. Lachender Dritter könnte aber auch Djokovic sein. Der Serbe muss hoffen, dass seine beiden Widersacher vor den Halbfinale ausscheiden. Mit einem Triumph könnte der trotz Titelgewinn in Eastbourne zuletzt kriselnde „Djoker“ das Zepter, das er im November der Vorjahre abgeben musste, wieder in die Hand nehmen.

Foto: Samuel Thurner

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