Ballkinder werden von Tennis-Profis immer öfter schikaniert

Sie sind ganz nah bei den Stars, oft im Fernseher zu sehen und eigentlich bei Tennis-Matches in den größten Stadion der Welt unverzichtbar. Doch leider werden die Leistungen der Ballkinder von den Profis nur sehr selten gewürdigt – im Gegenteil!

Leere Flasche auf Boden geschleudert

Der Sittenverfall im Profitennis nahm zuletzt bedenkliche Ausmaße an. Erst sorgte der Spanier Fernando Verdasco, nur weil er beim ATP-Turnier in Shenzhen nicht unverzüglich das verschwitzte Handtuch gereicht bekam, mit einer respektlosen Geste für einen Eklat. Wenige Tage später schikanierte dann die Weißrussin Aryna Sabalenka beim WTA-Turnier in Peking ein Ballkind. Ihre Wasserflasche war leer. Und anstatt sie selbst in den zwei Meter entfernte Müllkübel zu werfen, schleuderte sie die Flasche auf den Boden. In ihren Augen hat das Ballkind ihr die Flasche nicht schnell genug abgenommen.

Stars ernten im Web harsche Kritik

„Handtuch-Macho“ Verdasco und „Flasche leer“ Sabalenka ernteten für ihr Verhalten und der aggressiven Körpersprache vor allem in den sozialen Medien harsche Kritik. Viele werfen speziell Verdasco, der bereits im Juli in Hamburg sein Handtuch vor einem Balljungen absichtlich auf den Boden warf, mangelnden Respekt vor. Einige sind sogar der Meinung, dass Ballkinder von den Aufgaben „Handtuchreichen“, „Getränke bringen“ und „Schlägerfolie in den Müll werfen“ entbunden werden sollen. Schließlich seien sie mit den gelben Filzkugeln bereits mehr als ausgelastet. Bei den diesjährigen Next Gen-Finals in Mailand müssen sich die Spieler die Handtücher – einmal als Test – selbst holen. Verdasco wird dort aufgrund seines fortgeschrittenen Alters aber ohnehin nicht mitspielen dürfen…

Foto: Eurosport (Screenshot)

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