Boris Becker: „Ich habe schon immer polarisiert“

Boris Becker Kitzbühel Foto: Samuel Thurner

Der Rummel um Boris Becker war groß, als er seine  Biografie „Das Leben ist kein Spiel“ bei Thalia in Wien vorstellte. Entspannt hingegen ging es im Hotel Triest zu, wo er „Krone“-Society-Reporter Norman Schenz im einzigen, offiziellen Print-Interview Rede und Antwort stand. Über seine Ex-Frauen und den Twitter-Krieg mit  Oliver Pocher.

Die Resonanz auf Ihr Buch ist groß. Warum?

Ja, weil ich noch immer die Gemüter bewege. Weil ich Menschen seit fast dreißig Jahren berühre und das im Guten wie im Schlechten. Ich habe schon immer polarisiert. Ich war noch nie ein Schönwetterspieler und hab’s nie allen recht machen wollen – und können. Und nach dem Mund gesprochen habe ich auch nicht. Das ist meine Meinung, wir leben in einem demokratischen Land. Ich muss seit 14 Jahren ertragen, wie sich wildfremde Menschen in mein Leben einmischen, muss Meinungen erlauben, obwohl sie keinen blassen Schimmer haben. Es ist mein gutes Recht als Hauptdarsteller zu sagen: „So war’s und nicht anders.“ Es ist meine Wahrheit, meine Sicht der Dinge. Es gibt auch ein paar Nebendarsteller in diesem Buch – und das ist der Grund für die Biografie, weil ich doch sehr oft und regelmäßig vorkomme. Nicht immer der Wahrheit entsprechend…

Gibt es etwas, was Sie heute mit dem Wissen über das mediale Feuerwerk mitunter anders geschrieben hätten?

Es gibt nicht die perfekte Biografie. Es gibt immer Stellen, die man vielleicht noch schöner ausschmücken hätte können, oder vielleicht anders schreiben hätte können. Grundsätzlich bin ich aber sehr zufrieden. Auch gibt es dazu zu sagen, dass ich bei bestimmten Stellen, was meine Ex-Frau angeht, oder auch meine Ex-Verlobte,  ich vielleicht nur 10 bis 15 Prozent von dem geschrieben habe, was wirklich passiert ist. Den Rest habe ich so weit es ging zurückgehalten. Aber man wird doch seine Meinung schreiben dürfen – und das habe ich getan.

Der damit einhergehende Twitter-Krieg mit Oliver Pocher, dem Noch-Ehemann ihrer Ex-Verlobten Sandy – echte Emotion, oder ein Marketing-Streich?

Es ist grundsätzlich zufällig passiert. Pocher war nachts um halb 1  noch auf meiner Twitter-Seite. Ich war noch wach und habe dann wie ich meine, sehr komisch und süffisant geantwortet.
Hand aufs Herz.

Wie haben Ihre Ex-Verlobte und Ihre Ex-Frau Barbara tatsächlich auf das Buch reagiert?

Sie sagen es gerade selbst. Es gibt eine Ex-Frau, es gibt eine Ex-Verlobte und aufgrund des Titels „Ex“ spricht man nicht jede Woche miteinander. Punkt. Es gab einige Aussagen von beiden Damen, in denen sie sich nicht wirklich schlecht darüber geäußert haben, oder sogar der Stimme enthalten haben. Als jemand, der mehrere Familien ernährt, ist es manchmal auch mein gutes Recht, zu sagen, wohin die Beckersche Reise geht. Und wer damit nicht klar kommt, muss den Zug wechseln.

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Danke an „Krone“-Redakteur Norman Schenz, der tennis-klatsch.com das Interview zur Verfügung gestellt hat.

Foto: Samuel Thurner

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