Dank Ofner & Gerald Melzer: Österreicher-Festspiele in Kitz

Alexander Antonitsch und sein Team bekommen das Dauer-Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht. Die Absage von Dominic Thiem ist längst vergessen. Denn bei den Generali Open in Kitzbühel sorgen zwei andere Lokalmatadore für ein kleines Tennis-Märchen. Gerald Melzer und Sensationsmann Sebastian Ofner, die beide nur dank einer Wildcard am Fuße des Hahnenkamms aufschlagen dürfen, spielten sich in die Runde der letzten Acht! Nicht allein deshalb strömen die Tennisfans aus ganz Österreich in die Gamsstadt und sorgen für eine tolle Atmosphäre.

Sensationsmann wird zum Favoritenschreck

Nicht wirklich mit einem solchen Höhenflug rechnen konnte man bei Ofner, der bei seinem Debüt auf der ATP-Tour nicht nur Vorjahresfinalist Nikoloz Basilashvili aus Georgien, sondern in der zweiten Runde auch Favorit und Nummer eins des Turniers Pablo Cuevas zum Kofferpacken zwang. „Das war richtig gut“, war auch Coach Günter Bresnik nach dem umjubelten Matchball begeistert. Vor allem im ersten Satz zeigte der Favoritenschreck aus der Steiermark was er drauf hat. Nach 6:3 bebte erstmals der sehr gut besuchte Centre Court. Doch plötzlich riss der Faden. Der Uru Cuevas führte rasch mit 5:2, als sich plötzlich dunkle Gewitterwolken über Kitzbühel breit machten. Mehr Segen als Fluch für Ofner. Er verlor zwar Durchgang zwei mit 2:6, konnte aber offensichtlich den verkorksten Satz aus seinem Kopf drängen – und er spielte vor allem gegen Ende der Partie phasenweise phänomenal. „Ich hab meinen Rhythmus wieder gefunden, konnte die überwältigende Atmosphäre aufsaugen.“ 7:3 im Tiebreak besiegten die nächsten Sensation.

„Das muss nicht das Ende sein“

Doch Ofner hat nach den zwei grandiosen Siegen noch lange nicht genug. „Das muss noch lange nicht das Ende sein“, denkt der 21-Jährige bereits ans Viertelfinale. Und dort wartet mit Renzo Olivo wohl auch kein übermächtiger Gegner.

Trockener Sieg von Österreichs zweiter Hoffnung

Souverän und trocken meisterte auch Gerald Melzer seine zweite Runde. Gegen Qualifikant Santiago Giraldo hatte man das Gefühl, dass der Österreicher in brenzligen Situationen immer noch einen Gang höher schalten konnte. „Ich hab mich sehr wohl gefühlt“, strahlte der jüngere Bruder von Jürgen Melzer, auf den nun der Portugiese Joao Sousa wartet. Im Davis-Cup zog Melzer zuletzt den kürzeren. „Diesmal muss ich einfach wacher sein.“

Fotos: Samuel Thurner

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