Davis-Cup: Ösis verlieren zum Auftakt gegen Serbien

Es war am Ende eine klare Niederlage. Doch das österreichische Team hatte zum Auftakt der Davis-Cup-Finalrunde gegen die favorisierten Serben die Sensation am Schläger. In der aufgrund des Lockdowns leeren Olympiahalle musste sich der großartig aufspielende Gerald Melzer in einem wahren Krimi Dusan Lajovic geschlagen geben. Die Nummer 33 der Welt setzte sich gegen den auf Platz 287 stehenden Österreicher am Ende glücklich mit 7:6 (5), 3:6, 7:5 durch. „Es hat richtig wehgetan, weil ich mich als der bessere Spieler fühlte“, zeigte sich der jüngere Bruder von Jürgen Melzer bitter enttäuscht.

Kein Ehrenpunkt für Koubeks Burschen
Wer weiß, vielleicht wäre am Ende alles anderes gekommen. Aber so hatte Serbien leichtes Spiel. Denn Novak Djokovic, der von der „Tirol Werbung“ neue Skier und einen einwöchigen Aufenthalt samt Ski-Führer Benni Raich geschenkt bekam, hatte mit Dennis Novak erwartungsgemäß wenig Probleme. Der Weltranglisten-Erste siegte nach nicht einmal einer Stunde glatt mit 3:6, 2:6. Und auch im Doppel, in dem sich die rot-weiß-roten Tennis-Asse die wohl größten Chancen ausrechneten, war der Ehrenpunkt nicht drinnen. Philipp Oswald und Oliver Marach verloren gegen Nikola Cacic und Filip Krajinovic mit 6:7 (4), 6:4 und 3:6.

Deutschland gewinnt überraschend gegen Djoker und Co.
Während das Team von Stefan Koubek vor dem „Bruder-Duell“ gegen Deutschland einen Tag frei hatte, ging es für Djokovic und Co. nur 24 Stunden später gegen die ohne Alexander Zverev antretenden Deutschen schon um den Gruppensieg. Doch auch der 20-fache Grand-Slam-Champion konnte eine Niederlage seines Landes verhindern. Denn nach der 6:7 (4), 4:6-Niederlage von Krajinovic gegen Dominik Koepfer, musste Nole erst Jan-Lennard Struff schlagen und hätte dann im Doppel den entscheidenden Punkt holen sollen. Während Deutschlands Nummer eins mit 6:2, 6:4 vom Platz geschossen wurde, siegte aber das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz gegen Djokovic und Partner Cacic in einem Herzschlagfinale mit 6:7 (5), 6:3, 7:6 (5). Auch ohne den frischgebackenen ATP-Finals-Sieger Zverev steht Deutschland damit vor dem Einzug ins Viertelfinale.

Fotos: Samuel Thurner

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