Davis Cup Sieg wichtiger als Nummer 1?

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Die Sorgen von Roger Federer möchte viele haben. Doch der Schweizer ist wahrlich im Dilemma. Der Grund: Die neue Nummer zwei der Welt könnte am 23. November erstmals gemeinsam mit Stan Wawrinka die Davis Cup Trophäe in die Höhe strecken. Oder sich aber voll auf die restlichen Turnier auf der ATP-Tour konzentrieren und die älteste Nummer eins der Welt werden. Beides wäre für den vierfach Papa zwar auch möglich, würde aber sehr auf die Substanz gehen. Und da der Kalender vom „Maestro“ bis Ende der Saison randvoll ist, spielt Federer laut der Schweizer Zeitung „Blick“ mit dem Gedanken, das Turnier in Paris auszulassen.

Djokovic ordentlich auf die Pelle gerückt

Durch seinen ersten Triumph in Shanghai rückt Federer Novak Djokovic in der Weltrangliste wieder gehörig auf die Pelle. Sein Rückstand auf den Serben beträgt in der Jahreswertung nur noch 990 Punkte. In Basel (500 für den Turniersieg), in Paris-Bercy (1000) und bei den World Tour Finals in London (dort gibt es pro Gruppensieg 200 und für den ungeschlagenen Champion 1500 Punkte), kann der Schweizer noch ordentlich Zähler sammeln. Djokovic startet hingegen nur noch in Paris und London. Federer hingegen kann bei Davis Cup Finale in Frankreich mit zwei Siegen im Einzel noch einmal 150 Punkte drauflegen – vorausgesetzt, es handelt sich beim zweiten Einzel nicht um einen sogenannten „Dead Rubber“, also um ein Match, das für den Ausgang der Begegnung keine Rolle mehr spielt.

Letzte Chance sich vor dem Davis Cup auszuruhen

Doch Federer hat in diesem Jahr bereits 71 Partien in den Knochen – mehr als jeder anderer und er soll deshalb mit dem Gedanken spielen, das Turnier in Paris auszu­lassen. Dieses findet gleich im Anschluss an die Swiss Indoors in Basel (18. bis 26. Oktober) statt. Schließlich wäre es die letzte Chance sich vor dem wichtigen Mannschaftsbewerb auszuruhen. Ein Verzicht in Paris würde aber wohl alle Chancen auf die Rückeroberung des Weltranglisten-Throns rauben. Er könnte mit 33 Jahren als ältester Spieler aller Zeiten ein Jahr als Nummer eins beenden. Und zudem würden seine Sponsorenverträge ihm in diesem Fall zusätzlich fünf Millionen Dollar aufs Konto spülen.

Foto: Stefan Ruef

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