Delpo, Nishikori, Kyrgios: Absageflut für Turnier in Wien

Herwig Straka kann einem Leid tun. Gut eine Woche vor dem Beginn der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle laufen dem Turnierdirektor schön langsam die Publikumslieblinge davon.

Kein Comeback von Del Potro
Erst sagte Juan Martin Del Potro für Wien ab. Sein für diesen Herbst geplant gewesenes Comeback auf der ATP-Tour musste der Argentinier verschieben. „Juan Martin Del Potro hat nach seinem Kniescheibenbruch, den er sich im vergangenen Juni im Londoner Queen’s Club zugezogen hat, intensiv an seiner Rückkehr gearbeitet. Bedauerlicherweise ist die Verletzung noch nicht vollständig ausgeheilt, deshalb ist er gezwungen, mit seinem Comeback noch etwas zuzuwarten“, erklärt Straka.

Nishikori buchte schon Trainingseinheiten
Am Dienstag dann die nächsten traurigen Nachrichten. Vorjahresfinalist Kei Nishikori muss wegen einer Ellbogen-Verletzung im rechten Arm auf ein Antreten in Österreichs Hauptstadt verzichten. „Er hatte schon Einheiten für das Training in der Stadthalle gebucht“, bedauern die Veranstalter die Absage. Aufgrund dieser Blessur hatte der Japaner bereits zuletzt bei den Turnieren in Asien gefehlt.

„Genesung dauert länger“
„Ich bin sehr enttäuscht, dass ich am Turnier in Wien nicht teilnehmen kann. Das ist selbst für mich überraschend gekommen. Aber die Genesung dauert jetzt doch länger als erwartet. Das Turnier ist hervorragend und Wien ist eine großartige Stadt, deshalb habe ich Herwig bereits zugesagt, dass ich nächstes Jahr zurückkommen werde. Ich wünsche dem Turnier eine erfolgreiche Woche und freue mich darauf, bald wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte die aktuelle Nummer 9 der Welt.

Kyrgios zwickt die Schulter
Wenige Stunden nach Nishikori musste auch Nick Kyrgios absagen. Grund ist eine Schulterverletzung, die Kyrgios bereits seit dem Laver Cup Mitte September in Genf zu schaffen macht. Das Management des 24-jährigen Australiers informierte Straka darüber, dass Kyrgios zwar schon mit leichtem Schlagtraining begonnen habe, aber noch nicht in der Lage sei, aufzuschlagen und daher auch noch weit davon entfernt sei, wettkampfmäßig Tennis zu spielen.

„Turnier hochklassigen besetzt“
„Manchmal gibt es solche Tage, in denen für einen Turnierveranstalter nicht wirklich viel zusammenläuft. Wir bleiben aber dennoch positiv, da die Besetzung der Erste Bank Open trotz der Ausfälle nach wie vor extrem stark ist und ein hochklassiges Turnier verspricht“, betonte Straka.

Kommt auch Murray in die Stadthalle?
Dafür dürfen sich die Tennisfans in Wien neben Lokalmatador Dominic Thiem auf Überflieger Daniil Medvedev freuen. Der Russe sagte nach dem Sieg beim Millionen-Turnier in Shanghai sogar sein Heimturnier in Moskau ab, um offenbar in der Stadthalle ausgeruht und fit zu sein. Und vielleicht kommt auch Andy Murray an die Donau. Der Wien-Triumphator von 2014 und 2016 ist ein „heißer“ Kandidat für eine Wildcard. Der Schotte hat zuletzt mit dem Vorstoß ins Viertelfinale von Peking, wo er dem späteren Turniersieger Dominic Thiem ein hochklassiges Duell lieferte, stark ansteigende Form bewiesen. „Wir stehen mit Andy Murray in permanentem Kontakt und haben eine Wildcard für ihn reserviert. Sein Antreten in Wien wäre eine weitere große Bereicherung“, betont Straka.

Foto: Samuel Thurner

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