Der geschundene Körper von Rafael Nadal

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Am kommenden Montag beginnen in New York die US Open. Titelverteidiger Rafael Nadal wird – wie berichtet – nicht am Start sein. Der Spanier erlitt im Training eine Handgelenksverletztung. Nicht zum ersten Mal muss der Weltranglisten Zweite einen Start bei einem Grand Slam Turnier absagen. Das Verletzungspech ist seit Jahren ein treuer Begleiter. Der 14-fache Grand-Slam-Sieger verpasst nächste Woche bereits zum siebten Mal seit 2004 ein Major-Turnier. Zum Vergleich: Rafas langjähriger Rivale Roger Federer hat seit 2000 noch kein einziges Grand-Slam-Turnier wegen einer Verletzung verpasst.

  • Los ging es im Mai 2003: Nadal verletzte sich an der linken Schulter während des Trainings. Er musste für die French Open in Paris absagen.
  • Im April 2004 litt der Spanier während des Turniers in Estoril an einer Stress-Fraktur des Kahnbeins im linken Fuss. Absagen für Wimbledon und für die Olympischen Spiele in Athen folgten.
  • Im November 2005 plagte Nadal nach dem Masters in Madrid eine Entzündung im linken Fuss. Drei Monate Pause.
  • Auch im Jänner 2006 hielten die Probleme im Fuss an. Entzündung der Quadriceps-Sehne und am Ansatz des Quadriceps unterhalb der Patella-Sehne. Nadal verpasste die Australian Open.
  • Nach der Niederlage im Viertelfinal der Australian Open (gegen Gonzalez) klagte Nadal im Hänger 2007 über Probleme im linken Gesässmuskel. Eine MRI-Untersuchung ergab aber keine schwerwiegende Verletzung.
  • Im Viertelfinale in Paris-Bercy entzündete sich im Oktober 2008 die Sehne im rechten Knie. Ausfall für den Masters Cup und das Davis-Cup-Finale gegen Argentinien. Erst im Januar 2009 kehrte Nadal zurück.
  • Im Mai 2009 wurden gleich in beiden Knien Sehnenentzündung der Quadrizepssehne diagnostiziert. Nadal verlor in Roland Garros gegen Söderling, verpasste Wimbledon und pausierte bis zum 10. August.
  • Doch schon im September 2009 kam es zu einem Muskelfaserriss im Bauchmuskel bei den US Open. Aus im Halbfinal gegen Del Potro. Nadal fiel bis Oktober aus.
  • Im Jänner 2010 wieder Probleme am rechten Bein. Riss der Quadrizepssehne im Viertelfinal der Australian Open gegen Murray. Erst im März kehrte Nadal in Indian Wells auf die Tour zurück.
  • Während der Viertelfinal-Partie bei den Australian Open in Melbourne im Jänner 2011 gegen Ferrer erlitt Nadal einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel.
  • Im Juli 2012 die bislang schlimmste Verletzung seiner Karriere. Teilriss der Patellasehne im linken Knie. Nadal fiel acht Monate bis Februar 2013 aus.
  • Im Australian-Open-Final im Jänner 2014 litt der Spanier an starken Rückenschmerzen.
  • Und nun die Handgelenksverletzung an der rechten Hand.

Der kraftvolle und kräftezehrende Spielstil des Mallorquiners trägt offenbar dazu bei, dass Nadals Körper nicht nur eine Schwachstelle, sondern mehrere „Baustellen“ hat.

Foto: Samuel Thurner

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