Der Grund für die Eisduschen der Tennis-Stars

noleice

Nach dem weniger sinnvollen Saufgelage auf der Internetplattform Facebook, bei dem drei Nominierte einen halben Liter Bier ex in sich reinschütten mussten, gießen sich nun seit mehreren Tagen Prominente und Leute aus der Nachbarschaft Eimer mit Eiswasser über den Kopf. Auch vor der Tennis-Szene hat die für viele lustige und für einige weniger lustige „Ice Bucket Challenge“ nicht halt gemacht. Ob Andy Murray, Caroline Wozniacki, Ana Ivanovic, Trainer Guru Nick Bollettieri oder etwa der Weltranglisten Erste Novak Djokovic: Sie und noch viele mehr haben die Einlösung der Nominierung für eine Eisdusche aus einem überdimensionalen Eimer bereits hinter sich gebracht.

Die ALS Ice Bucket Challenge hat also Facebook erobert, sorgt für Lacher und soziale Kontakte, animiert und ergreift auch Promis weltweit. Was viele vielleicht beim ersten Anblick der Videos in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram allerdings nicht erahnen ist, dass das Herumgeschreie der Freunde und Stars nach dem wohltemperierten Eisregen nicht nur dem Amüsement der Netzgemeinde dient, sondern wahrlich einen Sinn macht. Viele von euch haben von dieser Krankheit wahrscheinlich noch nie etwas gehört. ALS ist unheilbar, tödlich und gnadenlos grausam. Für Patienten, besonders aber auch für deren Angehörige. Hilflos, völlig ausgeliefert und allein gelassen muss man sich dieser Krankheit beugen. Durch die Challange soll die Forschung zur Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), auch bekannt als Lou-Gehrig-Syndrom oder Charcot-Krankheit unterstützt werden. An dieser starb etwa ATP-Präsident Brad Drewett am 3. Mai 2013.

Ausgangspunkt für die aktuelle Ice Bucket Challenge ist das Schicksal des amerikanischen College-Sportlers Pete Frate, dessen Familie die Aktion ins Leben gerufen hat. Mit großem Erfolg: Nach Angaben der ALS-Vereinigung haben sich in den ersten beiden Wochen nach Anlaufen der Challenge knapp 150.000 neue Unterstützer gefunden. Das Spendenvolumen stieg für diesen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 1,4 Millionen auf 7,6 Millionen US-Dollar. Kein Wunder: Haben sich doch nicht nur beinahe alle Profis, die im amerikanischen Sport einen großen Namen haben, sondern auch Persönlichkeiten wie Microsoft-Gründer Bill Gates, der ehemalige US-Prsäident George W. Busch oder zahlreiche Schauspieler, Sänger sowie andere im öffentlichen Leben stehenden Menschen bereits eine Eisdusche gegönnt. Die wohl einizige beiden, die trotz Nominierung offenbar noch fehlen, sind Roger Federer und Rafael Nadal. Oder haben die beiden klammheimlich gespendet?

Foto: Screenshot/Youtube/Novak Djokovic

 

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>