Der Höhenflug von Thiem – oder wenn Liebe beflügelt …

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Als die Liebesbeziehung zwischen Dominic Thiem und der ehemaligen Miss-Austria-Kandidatin Romana Exenberger aus Tirol bekannt wurde, befürchteten einige rot-weiß-rote Tennisfans schon das Schlimmste. Wird sich der Niederösterreich mit Schmetterlingen im Bauch nicht mehr auf seine Vorhand und Rückhand konzentrieren?

Größter Erfolg in noch jungen Karriere

Nun hat der österreichische Jungstar wohl dem allerletzten Skeptiker bewiesen, welch Star in ihm schlummert…und dass Liebe auch im „weißen Sport“ beflügeln kann. Denn nach seinem vierten ATP-Titel in Buenos Aires und seiner ersten Halbfinale-Teilnahme bei einem ATP-World-Tour-500-Event in Rio de Janeiro, feierte Thiem nun in Acapulco seinen bisher größten Karriere-Triumph und durfte anschließend mit einem Sombrero am Kopf mit der mexikanischen Sonne um die Wette strahlen.

„Ich bin so happy“

Der Schützling von Günter Bresnik, der bisher im Jahr 2016 die meisten Spiele aller Profis auf der ATP-Tour bestritt, siegte in einem dramatischen Endspiel nach eines Stunde und 56 Minuten gegen den Australier Bernard Tomic mit 7:6 (6), 4:6 und 6:3. Es war dies nicht nur der erste 500er-Titel für Thiem, sondern auch der erste Turniersieg auf Hartplatz. „Ich bin so happy, es war ein unglaublich enges Finale, Gratulation auch an meinen Gegner“, meinte „Baby-Muster“ nach dem Endspiel und lächelte: „Das ist ein ganz spezieller Ort für mich. Ich hab in Mexiko mehrere Jugendturniere gewonnen und nun meinen ersten 500er-Titel. Das ist sehr speziell für mich. Danke an alle.“

Folgt nun sogar ein Tennismärchen?

In der ewigen Bestenliste zog Thiem in seiner noch jungen Karriere mit seinem fünften Titel nun mit Jürgen Melzer gleich. Lediglich Legende Thomas Muster scheint mit 44 Titeln (noch) einen Meilenstein entfernt zu liegen. Schade eigentlich, dass im wintersportverrückten Österreich die Erfolge des Jungstars in der Sportnachrichten meist lediglich eine Randmeldung wert sind und man eigentlich schon froh sein muss, dass der Spartensender ORF Sport+ überhaupt einige Spiele von Thiem überträgt. Aber vielleicht kann dies ja der Lichtenwörther selbst mit einem Tennismärchen bei den French Open in Paris ändern und Tennis wie zu Muster-Zeiten wieder zum Volkssport machen. Das Zeug hätte Thiem allemal dazu – dies hat er nun mehrfach bewiesen …

Foto: facebook/Dominic Thiem (Screenshot)

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