Die ATP-Finals: Millionen-Spektakel mit Gänsehautgarantie

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Eigene Garderobe, eigene Fahrer, eigene Bodyguards: Andy Murray, Novak Djokovic, Stan Wawrinka, Milos Raonic, Kei Nishikori, Gael Monfils, Marin Cilic und Dominic Thiem sind die Stars der ATP Finals. Und den Gladiatoren, die ab Sonntag in der Londoner O2-Arena die Tennisfans in Ekstase versetzten sollen, soll es  an nichts fehlen. Im Gegenteil: Jeder Wunsch wird den Top 8 von den Augen abgelesen. Mit dem Namen bestickte Handtücher, eigene Bademäntel und eine Luxus-Umkleidekabine pro Spieler mit Postern an der Tür und an den Wänden sind in dieser „Märchenwelt“ fast schon selbstverständlich. Die Kunst wird es sein, sich bei den viele „Side-Events“ mit jede Menge Zuckerln für die Stars, den Unmengen an Medienterminen und zahlreichen Sponsor-Meetings nicht ablenken zu lassen und nicht zu vergessen, warum man eigentlich in London ist – um gutes Tennis zu spielen.

Dauergäste Federer und Nadal fehlen

Dabei fehlen heuer zwei Dauergäste: Roger Federer und Rafael Nadal. Von den „Big Four“ sind damit nur Andy Murray und Novak Djokovic beim WM-Spektakel am Start. Die ehemaligen Dauerrivalen haben beide frühzeitig die Saison beendet und wollen sich auf 2017 vorbereiten. Damit haben neue Gesichter eine Chance sich noch mehr als sonst ins Rampenlicht zu spielen. Mit Thiem und Monfils schlagen sogar zwei Debütanten in der britischen Hauptstadt auf. „Es ist unfassbar, dass ich es hierher geschafft habe“, meinte der rot-weiß-rote Youngster. Nach einer fantastischen ersten Saisonhälfte lieferte der Niederösterreicher zuletzt allerdings nicht mehr die erwünschten Ergebnisse. Man wird sehen, ob er in London noch einmal alle seine Kräfte bündeln und alles aus sich herausholen kann. Der Auftakt am Sonntag hat es für den Schützling von Günter Bresnik allerdings in sich. Thiem trifft in der Gruppe „Ivan Lendl“ auf die langjährige Nummer eins, Novak Djokovic. Der Serbe durfte in den Jahren 2008, 2012, 2013, 2014 und 2015 am Ende die Trophäe abholen. Nichtsdestotrotz freut sich der erste Österreicher, der seit Thomas Muster im Jahr 1997 bei den ATP Finals im Einzel dabei sein wird, auf die bevorstehenden Aufgaben.

Selbst Teilnahme bringt volle Brieftasche

Welch Dimensionen das Turnier an der Themse einnimmt, beweist auch das Preisgeld. Insgesamt werden 7,5 Millionen US-Dollar ausgeschüttet – eine halbe Millionen mehr als im Vorjahr. Der Sieger kann allein rund 2,4 Millionen US-Dollar davon einsacken, sollte er alle Matches gewinnen. Allein für die Teilnahme kassiert jeder der Top 8 sage und schreibe 179.000 US-Dollar. Mit jedem Sieg in der Gruppenphase kann man sich sein Startgeld verdoppeln. Und auch für die Weltrangliste kann man in London ordentlich Punkte sammeln. Pro Sieg in der Vorrunde erhält man 200 Punkte. Für den Finaleinzug gibt es 400 Zähler, für den Sieg noch einmal 500 Punkte. Gewinnt man also alle seine Matches, kann man seine Punktezahl im Ranking um 1500 Zähler aufstocken.

Foto: Samuel Thurner

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