Djoker bleib nach Krimi gegen Thiem „König von Australien“

Kann einer der „jungen Wilden“ die Titelserie der „Big Three“ durchbrechen? Vor den Australian Open in Melbourne gab es wohl nur diese eine Frage unter den Tennisfans auf der ganzen Welt. Nun ist klar: Das Warten geht weiter!

17. Grand-Slam-Titel
Denn im Finale des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres kam der Thron von Novak Djokovic zwar ordentlich ins Wanken, aber er fiel auch in seinem achten Endspiel nicht. Der Serbe setzte sich in einem wahren Thriller gegen Dominic Thiem mit 6:4, 4:6, 2:6, 6:3 und 6:4 durch. Während der „Djoker“ über seinen achten Australien-Open-Sieg und seinen 17. Grand-Slam-Titel insgesamt jubeln durfte, muss der Österreicher nach zwei Finalniederlage bei den French Open gegen Rafael Nadal weiter auf seinen ersten Major-Triumph warten.

Serbe drehte das Match
Dabei durfte sich der 26-Jährige große Chancen ausrechnen, gewann er gegen die neue Nummer eins der Welt doch vier der letzten fünf Duelle. Und als Djokovic aufgrund von Zeitüberschreitungen beim Service erst eine Verwarnung kassierte, sich dann auch noch einen ersten Aufschlag in die Haare schmieren musste und sich mit dem Schiedsrichter anlegte, war Thiem der Sensation plötzlich sehr nahe. Ein einzige Satz fehlte dem Weltranglisten-Vierten gegen den mehr als gereizten Serben. Doch nicht zuletzt seit dem Wimbledon-Finale 2019 gegen Roger Federer ist wohl jedem bekannt, dass der „Djoker“ erst mit dem Matchball besiegt ist. Dies weiß nun auch der Österreicher. Denn plötzlich war der Serbe wieder da und durfte nach fast genau vier Stunden jubeln.

Vier Spieler durchbrachen in 15 Jahren die Phalanx
Es ist damit schon über drei Jahre her, dass mit dem Schweizer Stan Wawrinka bei den US Open 2016 ein anderer Spieler als Djokovic, Nadal oder Federer ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte. Nur Wawrinka (drei Mal), Andy Murray (drei Mal), Juan Martin Del Potro und Marin Cilic (je ein Mal) konnten die Phalanx der drei „Tennis-Könige“ in den vergangen 15 Jahren bei Major-Turnieren durchbrechen. Gleich zehn Mal wehrten Djokovic, Nadal und Federer dabei Angriffe von Herausforderern in Endspielen ab. Und seit dem ersten Major-Titel von Federer auf dem heiligen Rasen in Wimbledon 2003 holten die „magischen Drei“ nicht weniger als 56 der letzten 67 Grand-Slam-Titel.

Foto: Samuel Thurner

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