Djokovic bleibt Rasenkönig von Wimbledon

Novak Djokovic Basel Foto: Samuel Thurner

Während der eine jubelt, trauert der anderer. Roger Federer stand auch heuer in Wimbledon kurz davor, seinen achten Titel einzufahren und damit alleiniger Rekordhalter an der Church Road zu sein. Doch wie im Vorjahr wurde Novak Djokovic für den Schweizer zum Partyschreck. Der Serbe konnte mit einem 7:6 (1), 6:7 (10), 6:4 und 6:3 seinen Titel erfolgreich verteidigen und bleibt damit der König am „Heiligen Rasen“.

Match von Beginn an dramatisch

Das diesjährige Endspiel stand dem Fünfsatz-Krimi der beiden aus dem Vorjahr in nichts nach. Im ersten Satz führte Federer mit einem Break, kassierte allerdings postwendend das Rebreak. Dennoch erarbeitete sich der Eidgenosse bei Aufschlag Djokovic zwei Satzbälle, doch der Weltranglisten-Erste konnte bei zunichte machen und rettete sich ins Tiebreak. Dieses war wohl das schlechteste, was Federer in seiner langen Karriere je gespielt hatte. Er machte nur einen einzigen Punkt.

Federer wehrte sieben Satzbälle ab

Im zweiten Durchgang wurde es noch dramatischer. Federer wehrte insgesamt sieben Satzbälle des Branchenprimus ab, sechs davon im Tiebreak und sogar drei hintereinander. Als der Rekord-Grand-Slam-Sieger etwas unerwartet den Satz doch noch gewinnen konnte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr.

Regen brachte kurze Unterbrechung

Nach dem nervenaufreibenden Satz kassierte Federer gleich zu Beginn ein Break, doch dann sorgte der Wettergott für Abkühlung. Wegen eines Regenschauers musste das Dach geschlossen werden und das Match für 15 Minuten unterbrochen werden. Danach rettete Djokovic seinen Vorsprung ins Ziel.

Dritter Wimbledon-Titel für den Serben

Auch im vierten Durchgang genügte dem Serben ein Break. Beim Stand von 2:2 nach er Federer den Aufschlag ab und holte sich wenig später nach 2011 und 2014 seinen dritten Wimbledon-Titel. „Es ist ein aufregendes Gefühl. So oft verteidigst du in deinem Leben nicht den Titel beim wichtigsten Turnier der Welt“, strahlte der Sieger nach seinem Triumph über beide Ohren, „es war immer mein größter Kindertraum, Wimbledon zu gewinnen.“

Foto: Samuel Thurner

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