Djokovic holt sich bei den US Open seinen 14. Major-Titel

Es war kein so emotionales Finale wie bei den Damen. Aber dennoch war vor allem der zweite Satz im Endspiel der US Open zwischen Novak Djokovic und Juan Martin Del Potro ähnlich mitreisend wie das Match samt Eklat zwischen Serena Williams und Naomi Osaka.

Das Finale der „Rückkehrer“

Es war sozusagen das Finale der beiden „Rückkehrer“. Der Argentinier, der sich in New York 2009 seinen ersten und einzigen Grand-Slam-Titel holte, schaffte es bekanntlich nach einer Handgelenksverletzung wieder in die Weltspitze, sein serbischer Gegner hatte vor seinem Wimbledon-Titel in diesem Jahr mit Probleme an Ellbogen zu kämpfen. Im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadion merkte man davon aber reichlich wenig.

Serbe glänzte mit Defensivkünsten

Zwar war der „Djoker“ von Beginn an der bessere Spieler und zog mit seinen Defensivkünsten dem „Turm von Tandil“ teilweise den Nerv, „DelPo“ lieferte aber auch einen großartigen Fight. Mit 6:3 holte sich Djokovic den ersten Satz.

Publikum in Ekstase

In Durchgang zwei drehte Del Potro dann mit seiner krachenden Vorhand mächtig auf, brachte damit vor allem die vielen argentinischen Fans in Ekstase. Dies wiederum ließ seinen Gegner nicht kalt, der sich einmal mehr mit dem Publikum anlegte. Doch in der entscheidenden Phase ließ den Gaucho die Vorhand im Stich. Denn eigentlich hätte er den zweiten Satz gewinnen müssen. „Nole“ rettete sich in den Tiebreak und war dort der Glücklichere.

Tränen der Freude

Das Match schien gelaufen. Djokovic schaffte in Satz drei das vermeintlich vorentscheidende Break. Doch Del Potro kämpfte sich zurück und holte das Rebreak. Als der ehemalige Weltranglisten-Erste aber seinem Gegner den Aufschlag zum 5:3 noch einmal abnahm, war der Widerstand des Zwei-Meter-Hünen nach drei Stunden und 15 Minuten endgültig gebrochen. Wie im Endspiel der Damen kullerten Tränen, diesmal aber ausschließlich die der Freude.

Auf einer Stufe mit Pete Sampras

Djokovic holte sich seinen dritten Titel in Flushing Meadows. Dank seines insgesamt 14. Major-Titels steht er nun auf einer Stufe mit Pete Sampras. In der Weltranglisten sind die drei Giganten nun wieder vereint. Der Serbe kletterte von Rang sechs hinter Rafael Nadal und Roger Federer auf Platz drei. Del Potro ist neuer Vierter.

Foto: Samuel Thurner

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