Djokovic verschreckte mit Wutausbruch Ballbuben

Novak Djokovic Basel Foto: Samuel Thurner

Als Ballbub muss man auf der ATP-Tour manchmal schon eine dicke Haut haben. Vor allem wenn ein Spieler zu betreuen ist, bei dem es gerade nicht so läuft. Dabei macht auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic keine Ausnahme – obwohl er nicht zuletzt aufgrund seiner Aktion bei den French Open in Paris, wo er einen Ballbuben bei einer kurzen Regenunterbrechung auf einen Schluck Wasser einlud, dafür bekannt ist, äußerst nett mit den Burschen und Mädchen umzugehen.

Verwarnung von Stuhlschiedsrichter

Doch beim 7:6 (3), 4:6, 6:0 Erfolg im Finale von Miami gegen den Schotten Andy Murray scheint sich der Branchenprimus über den Verlust des zweiten Satzes dermaßen aufgeregt zu haben, dass für kurze Zeit seine Emotionen mit ihm durchgingen. Der Serbe schrie sich nämlich genau in jenem Moment die Frust von der Seele, als ein Ballbub ihm gerade das Handtuch bringen wollte – und kassierte dafür vom Stuhlschiedsrichter sogar eine Verwarnung. Der junge Mann zeigte sich plötzlich verschreckt und machte sich schnurstracks zurück auf seinen Platz.

Harten Worte waren in Richtung Betreuerbank gerichtet

Nur wenige Stunden nach dem dritten Double-Gewinn (Indian Wells und Miami) als erster Spieler der Geschichte, und nachdem sich Djokovic offenbar die Szene in einer Aufzeichnung angesehen hatte, entschuldigte sich die Nummer eins der Welt aufgrund seines schlechten Verhaltens via Videobotschaft beim Ballbuben. „Ich habe eine Wiederholung dazu gesehen, und leider war der Balljunge mittendrin. Es tut mir furchtbar leid und ich bedaure, dass er dabei war“, erklärte der „Djoker“. „Es war absolut keine Absicht, ihm wehzutun oder zu erschrecken oder sonst etwas, und ich hoffe aufrichtig, dass er mir verzeihen kann.“ Durch seine Vaterschaft sehe er die Dinge „aus einem anderen Blickwinkel, und so möchte ich mich auch bei seinen Eltern für die Situation entschuldigen. Ich würde mir auch als Vater nicht wünschen, dass meinen Sohn so etwas passiert.“ Die harten Worte und der Wutausbruch sollen in Richtung seiner Betreuerbank rund um Trainer Boris Becker gerichtete gewesen sein.

Foto: Samuel Thurner

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