„Doping-Beichte“ von Robin Haase

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2006 hatte Robin Haase, der zweifache Sieger des bet-at-home Cups in Kitzbühel, einst den größten Schritt in Richtung Durchbruch geschafft und sich in der Weltrangliste von Platz 970 auf 164 vorgearbeitet. Was bislang ein gut gehütetes Geheimnis war: In jenem Jahr gab der Niederländer laut der Zeitung „de Volkskrant“ bei einem ATP-Turnier eine positive Dopingprobe ab. Im Urin des damals erst 19-Jährigen war eine zu hohe Konzentration von Testosteron festgestellt worden. Haase wurde letztendlich aber nicht bestraft. Nach drei weiteren Tests kam man zu dem Schluss, dass die Werte auf natürlichem Wege durch die körpereigene Produktion zustande gekommen waren.

Schock nach Warnbrief der Spielervereinigung

Haase hatte nach der positiven Probe einen Warnbrief der Spielervereinigung ATP erhalten – mit der Empfehlung, er solle sich einen Anwalt nehmen. „Ich habe nur die erste Seite gelesen und bin in Panik verfallen“, schilderte der heute 26-Jährige. Ich stand unter Schock.“ Ein Arzt riet ihm dann, auch die zweite Seite zu lesen. Dort wurde nämlich der Verdacht geäußert, dass das nicht ganz ordnungsgemäße Verhältnis zwischen Testosteron und Epitestosteron auch auf natürlichem Wege zustande gekommen sein könnte. „Die ATP hat dann angekündigt, dass ich getestet werde, um das zu bestätigen, innerhalb von zwei Wochen drei Mal.“

„Körperbau sagt doch schon alles“

Ergebnis? „Die gleichen Werte. Danach habe ich nie wieder etwas gehört.“ Haase vermutet, dass seine Werte vielleicht bei der WADA aufgezeichnet worden seien und er bei ähnlichen Resultaten künftig keinen Bescheid über einen positiven Test kriegt. „Ich weiß es nicht“. Von der ATP oder dem niederländischen Tennisverband (KNLTB) war das Ergebnis seines ersten Tests nicht an die Öffentlichkeit gebracht worden: „Ich sage immer: Schau auf meinen Körperbau und sag mir, was ich nehmen soll.“

„Nadal sollte ausgiebig getestet werden“

Sein „Geständnis“ folgt ein eindeutiges „Ja“ zu mehr Dopingtests im Tennissport: „Ich bin im Jahr 2013 mehr als ein Dutzend Mal getestet worden, aber ich denke, dass im Tennis noch viel mehr überprüft werden sollte. Wenn Nadal nach einer über einen Zeitraum von sieben Monate gehenden Verletzungspause alles gewinnt, sollte gerade er ausgiebig getestet werden.“

Foto: Wikipedia / Robin Haase (Screenshot)

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