Einfach magisch: Federer holt in Melbourne 18. Major-Titel

Roger Federer French Open Paris Foto: Stefan Ruef

Kaum jemand hätte es noch einmal für möglich gehalten. Sechs Jahre nach ihrem letzten Grand-Slam-Finale standen sich bei den Australien Open in Melbourne Roger Federer und Rafael Nadal wieder in einem Finale gegenüber. Das Duell der Giganten elektrisierte nicht nur die Tennisfans. Jeder wollte wissen, ob der Schweizer seinen 18. Major-Titel oder der Spanier seinen 15. holt.

Besserer Start für den „Maestro“

Das Match hielt schon in den ersten Minuten was es versprach: Tolle Ballwechsel, exzellente Winner und ein Publikum, das jeden Punkt frenetisch bejubelte. Bei 3:3 fiel das erste Break – für den „Maestro“. Nach 34 Minuten verwandelte er einen Satzball zum 6:4.

Nadal schlug eiskalt zurück

Doch gleich zu Beginn des zweiten Satzes nahm Nadal seinem Langzeitrivalen den Aufschlag ab. Federer hatte zwar die Chance auf ein Rebreak, aber der „Stier von Manacor“ wehrte zwei Breakbälle ab, gewann das Game und holte sich gleich darauf ein zweites Break zum 4:0. Ein Break konnte der Eidgenosse zwar wieder wett machen, doch der Schützling von Onkel Toni holte sich den zweiten Satz mit 6:3.

Dritter Satz im Eitempo an Schweizer

Auch der dritte Durchgang begann mit Breakchancen für Nadal, doch Federer wehrte sie alle mit Assen ab. Und plötzlich schlug er zurück: „King Roger“ gelang das Break zum 2:0, ballte immer öfter die Faust und zog mit 5:1 davon. Der Satz war entschieden – 6:1 für Federer.

Fünfter Satz entschied Giganten-Duell

Nur noch ein Satz fehlte dem Vierfach-Papa zu seinem 5. Australian-Open-Titel – und zu seinem 18. Major-Erfolg. Die Sensation lag in der Luft, die Anspannung wurde immer größer. Doch Nadal wollte sich natürlich nicht kampflos ergeben. Ihm gelang das Break zum 3:1. Den Vorsprung ließ sich der Mallorquiner nicht mehr nehmen. Satzausgleich! Und ein fünfter Satz musste über den Ausgang des Giganten-Duells entscheiden.

Erster Major-Titel seit Wimbledon 2012

Das Momentum war ganz klar auf der Seite von Nadal, zumal Federer sich in den Katakomben auch an den Adduktoren behandeln lassen musste. Manche Federer-Fans verloren schon die Hoffnung und als der Spanier gleich mit einem Break startete, hätten wohl nur mehr die wenigsten einen Cent auf den Rekord-Grand-Slam-Champion gesetzt. Doch als Federer gleich zu zwei Breakbällen kam, war die Hoffnung wieder da. Was folgte war Dramatik pur! Federer vergeigte zwar die Breakchancen, ihm gelang aber wenige Minuten später das Rebreak zum 3:3. Auch Frau Mirka hielt es nicht mehr auf ihrem Sessel. Sie pushte ihren Gatten bei jedem Punkt. Und als dieser seinen fünften Breakball zum 5:3 verwertete, war in der Rod-Laver-Arena ohnehin Ekstase pur angesagt. Nach drei Stunden und 38 Minuten verwandelte Federer seinen zweiten Matchball zum 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3 und er durfte über seinen 18. Major-Titel jubeln – seinen ersten Grand-Slam-Erfolg seit Wimbledon 2012.

Foto: Samuel Thurner

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