Einfach sehenswert! Duell für die Ewigkeit als Kino-Hit

Es gilt als wohl eines der größten Tennis-Matches aller Zeiten: 1980 kämpften im Finale von Wimbledon Björn Borg, der ultracoole Schwede, der die Weltrangliste anführte, und der junge Emporkömmling John McEnroe aus den USA. Es war ein Duell für die Ewigkeit, bei dem die Welt den Atem anhielt. Nun wurde die Begegnung, die sowohl durch die enorme Spannung, als auch durch die ungleichen Vorzeichen so legendär wurde, zum Kino-Hit!

Professioneller Superstar gegen Hitzkopf

Im fünf Sätze dauernden epischen Kampf zwischen dem 24-jährigen Schweden (Sverrir Gudnason), der bereits von seiner Karriere gezeichnet ist, sich ausgebrannt und müde fühlt, und dem vier Jahre jüngeren amerikanischen Hitzkopf (Shia LaBeouf), der schnell für sein rüpelhaftes Verhalten berühmt wurde und später selbst die Nummer eins der Welt war, entwickelt der Film eine erstaunliche Sogwirkung. In rund 100 Minuten wird im Kinofilm „Borg McEnroe“, der etwa ab dem 19. Oktober in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, der Turnierweg der beiden Kontrahenten mit ihren persönlichen Prioritäten und Lebensweisen skizziert. Die beiden unterschiedlichen Charaktere sind es auch, die dem Film außerhalb des Courts seine Spannung verleihen. Borg, der professionelle Superstar, der sein Leben komplett dem fünften Wimbledon-Sieg unterordnet, steht dem wilden McEnroe, der gerne auf Partys unterwegs ist, gegenüber. Dabei wird vor allem der Lebensweg des Schweden detailgetreu bis in die Kindheit zurück dargestellt. Die beiden Schauspieler, deren Ähnlichkeit zu den beiden echten Tennis-Stars verblüffend ist, spielen ihre Rollen exzellent. Auch die Beziehung zwischen Borg und Trainer Lennart Bergelin (Stellan Skarsgård) sorgt im Film für packende Momente, auch wenn laut dem Schweden einiges nicht ganz wahrheitsgemäß dargestellt wurde. Die Zuschauer bekommen nämlich zu sehen, wie Bergelin seinen Schützling in den Jugendjahren verprügelte. Dies soll er in der Realität nie gemacht haben. „Er hat lediglich Tennisbälle auf mich geworfen“, wird Borg zitiert.

Packender Sportfilm für Jedermann

Auch wenn John McEnroe das Sportdrama nicht gefällt und er kritisiert, dass er und Borg zu wenig in das Projekt eingebunden wurden, ist der Film wohl nicht nur für Tennis-Fans packend. Vor allem bei der Originalversion mit englisch und schwedisch entsteht eine faszinierende Atmosphäre, die in der synchronisierten Variante etwas weg fällt. Alles ins allem aber ein Sportfilm, den man gesehen haben muss!

Foto: youtube (Screenshot)

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