Eklat im Fed Cup: Lehrer singt falsche Deutschland-Hymne

Riesen Skandal bei der Eröffnungsfeier vor dem Viertelfinal-Duell zwischen den USA und Deutschland im Fed Cup. Im Lahaina Resort auf der Hawaii-Insel Maui sang Will Kimball, ein US-Lehrer, statt der aktuellen deutschen Hymne mit „Deutschland, Deutschland über alles“ die erste Strophe des Deutschland-Liedes aus der Zeit der Nazis. Andrea Petkovic und ihre Teamkolleginnen sowie die gut zwei Dutzend deutschen Fans auf der Anlage waren kurzzeitig geschockt, zeigten dann aber eine mehr als coole Trotzreaktion. Inbrünstig versuchten sie alle gemeinsam mit „Einigkeit und Recht und Freiheit“ den Solisten mit der richtigen Hymne zu übertönen. „Das war mit Abstand das Schlimmste, was mit jemals in meinem Leben passiert ist“, wird Petkovic von deutschen Medien zitiert. „So etwas kann und darf nicht passieren. Ich habe mich noch nie so respektlos behandelt gefühlt.“ Und auch Teamchefin Barbara Rittner zeigte sich geschockt: „Ich hätte heulen können. Das war einfach ein unfassbar trauriger und schockierender Moment.“

US-Verband entschuldigte sich via Twitter

Noch während des ersten Einzels zwischen Petkovic und US-Girl Alison Riske bemerkten die Verantwortlichen des US-Tennisverbandes den Fehler und entschuldigten sich via Twitter. „Die USTA bietet dem deutschen Fed-Cup-Team und den Fans eine aufrichtige Entschuldigung für die veraltete Hymne an. Dieser Fehler wird nicht wieder vorkommen.“

DTB-Damen schieden sang- und klanglos aus

Übrigens auch sportlich lief es für die deutschen Damen verheerend. Nach zwei Niederlagen von Petkovic und der verletzungsbedingten Aufgabe (gegen Coco Vandeweghe beim Stand von 3:6 und 1:3) von Julia Görges, die während dem Hymnen-Skandal sogar Tränen in den Augen hatte, lagen die Schützlinge von Rittner bereits uneinholbar mit 0:3 in Rückstand und verpassten im Mannschafswettbewerb damit den Aufstieg ins Halbfinale.

Foto: twitter/Deutscher Tennisverband (Screenshot)

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