Erste Bank Open erstmals mit Day- und Night-Sessions

Viele Turniere fielen in diesem Jahr bereits der Corona-Pandemie zum Opfer. Nicht so die Erste Bank Open. Das Turnier in der Wiener Stadthalle wird vom 24. Oktober bis 1. November über die Bühne gehen. Aufgrund der aktuellen Situation allerdings unter völlig neuen Vorzeichen. War man bei den Planungen im Sommer noch von einer Kapazität von 5000 Besuchern pro Spieltag ausgegangen, musste diese Zahl Anfang September vorerst auf 2500 reduziert werden. Die jüngsten Verordnungen der österreichischen Bundesregierung lassen mittlerweile Indoor-Veranstaltungen nur noch mit 1500 Personen zu. „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten unermüdlich daran gearbeitet, dass die Erste Bank Open trotz der riesigen Herausforderungen, die die aktuelle Lage mit sich bringen, stattfinden kann. Es war uns wichtig, mit der Austragung in diesem Jahr auch die Kontinuität zu wahren, immerhin gehört das Turnier seit 1974 zu den wichtigsten Sportveranstaltungen Österreichs. Wir wollen den heimischen Fans auch Zuversicht vermitteln, dass es im Sport eine Perspektive gibt, wieder große Veranstaltungen besuchen zu können“, betont Turnierdirektor Herwig Straka.

Kartenvorverkauf ab 5. Oktober
Organisatorisch haben die Veranstalter eine Herkulesaufgabe zu bewältigen – vor allem, was den Kartenvorverkauf betrifft, der am 5. Oktober neu gestartet wird. Grund dafür ist die neue Sitzordnung in der Wiener Stadthalle, die nun in einem Schachbrettmuster angelegt ist. Für das diesjährige Turnier bereits erworbene Tickets werden rückgebucht, wobei den Kunden die Alternative angeboten wird, die Karten auf 2021 umzubuchen oder das Geld zurückerstattet zu bekommen. Gekaufte VIP- und Logentickets behalten hingegen ihre Gültigkeit.

3000 Zuschauer pro Tag
Um trotz der Kapazitätsbeschränkung möglichst vielen Tennis-Fans die Gelegenheit zu bieten, live vor Ort in der Wiener Stadthalle dabei sein zu können, wird es erstmals an den ersten fünf Spieltagen des Hauptbewerbes (Montag, 26. Oktonber, bis Freitag, 30. Oktober) eine Day- und eine Night-Session geben, für die jeweils 1500 Tickets aufgelegt werden. „Nach dem beeindruckenden Besucherrekord im Vorjahr mit 66.350 Zuschauern schmerzt es natürlich, dass uns heuer nur eine stark reduzierte Hallenkapazität zur Verfügung steht. Die Abhaltung einer Day- und einer Night-Session hat sich bei anderen Veranstaltungen wie zum Beispiel bei den ATP Finals in London sehr gut bewährt. Außerdem haben wir dadurch die Gelegenheit, mehr Zuschauern Live-Tennis bieten zu können und leisten damit auch einen Beitrag für die Gesundheit der Zuschauer, da die Verweildauer pro Besucher reduziert wird. Wir werden mit unserem umfassenden Hygiene- und Schutzkonzept alle Auflagen und Vorschriften der Behörden penibel einhalten“, hält Straka fest.

Noch immer Gänsehaut“
„Der Sieg im Vorjahr in Wien zählt mit Sicherheit zu den großen Highlights in meiner Karriere. Der Erfolg ist auch deshalb so besonders für mich, weil ich in drei Partien schon mit einem Satz zurückgelegen bin, die Matches aber alle noch drehen konnte. Wenn ich an den Moment nach dem verwerteten Matchball im Finale gegen Diego Schwartzman denke, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut“, blickt Thiem an seinen Vorjahressieg zurück. „Nach der langen Pause durch den Lockdown ist es sehr positiv, dass auf der ATP-Tour wieder gespielt werden kann. Natürlich sind die Umstände immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich komme mittlerweile gut damit zurecht. Ich freue mich schon sehr darauf, auch wieder in Wien zu spielen und möchte mich bei allen bedanken, die es möglich gemacht haben, dass das Turnier trotz der herausfordernden Situation auch heuer stattfinden kann“, ergänzt der froschgebackene US-Open-Champion.

Starke Konkurrenz für den US-Open-Champion
Obwohl die Anmeldefrist für die Erste Bank Open noch bis kommenden Montag läuft, zeichnet sich bereits jetzt ein hochkarätiges Teilnehmerfeld ab. So haben mit Thiem, dem Russen Daniil Medvedev (ATP-Rang 5), dem Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP-6) und dem Italiener Matteo Berrettini (ATP-8) bereits vier Spieler aus dem Kreis der Top 8 der Weltrangliste für Wien genannt. Mit Medvedev und dem kanadischen Jungstar Felix Auger-Aliassime sind zwei Spieler in Wien mit dabei, die der Österreicher auf seinem Triumphzug zum Sieg in New York bezwungen hat. Mit Stan Wawrinka kommt zudem ein Routinier in die Wiener Stadthalle, der mit drei Grand-Slam-Titeln hoch „dekoriert“ ist. 2014 triumphierte der 35-jährige Schweizer bei den Australian Open in Melbourne, 2015 bei den French Open in Paris und 2016 bei den US Open in New York. „Da sind schon jetzt einige ganz harte Brocken dabei, und ich gehe davon aus, dass bis zum Nennschluss am Montag noch einige starke Spieler dazukommen werden. Das Wiener Turnier war schon in den vergangenen Jahren immer extrem gut besetzt, und das wird auch diesmal nicht anders sein“, weiß die Nummer drei der Welt, was ihn bei seinem Heimturnier erwartet.

Vieles im virtuellen Raum
Rund um das Turnier 2020 wird vieles in den virtuellen Raum verlegt werden, sodass sich das Tennis-Publikum im sicheren Zuhause nichts entgehen lassen muss. Liebgewonnene Fixpunkte wie Tom’s Talk, der Experten-Talk von und mit Thomas Muster oder auch Meet & Greets mit Spielern der Erste Bank Open sollen online eine Bühne finden. „Das Allerwichtigste konnte auch für 2020 wieder gesichert werden: Weltklasse-Tennis in der Wiener Stadthalle“, fügt Thomas Schaufler, Vorstand der Erste Bank, hinzu.

Foto: Bildagentur Zolles KG / Christian Hofer

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