Fabio Fognini – Der neue König von Deutschland

Fabio Fognini French Open Paris Foto: Stefan Ruef

Er kam, motzte und siegte: Fabio Fognini, der bisher noch kein ATP-Turnier für sich entscheiden konnte, hat offenbar einen Lauf. Nachdem er zuletzt in Stuttgart überraschend den Siegerpokal in die Höhe stämmen durfte, triumphierte der Italiener nun auch am Rothenbaum in Hamburg und gewann somit das zweite Turnier auf deutschem Boden in Folge.

Heißsporn legte sich mit allen an

Die Fans in der Hansestadt hofften zwar großteils auf ein Endspiel zwischen „König“ Roger und Tommy Haas, das Finale zwischen Fognini und Qualifikant Federico Delbonis wurde allerdings zu keiner Sekunde langweilig. Und dies lag vor allem am Heißsporn aus Italien, der bereits durch seinen emotionalen Ausbruch in Wimbledon im Internet mehr als auf sich aufmerksam machte.

Beflügelt vom Überraschungssieg gegen Federer dominierte zunächst Delbonis das Match. Den ersten Satz entschied er 6:4 für sich und schien auch im zweiten zunächst überlegen zu sein. Sein Gegenüber verschliss innerhalb kürzester Zeit nicht weniger als fünf Schläger, kassierte eine Verwarnung, legte sich mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an und wähnte die ganze Tenniswelt gegen sich. Im Tie-Break des zweiten Satzes hatte Delbonis dann Matchball. Mit letzter Kraft schleppte sich der Argentinier ans Netz, doch sein Volley blieb an der Netzkante hängen. Auch zwei weitere Chance, das Turnier für sich zu entscheiden, ließ Delbonis aus. Das irrwitzige Finale ging weiter. Fognini rettete sich in den dritten Satz und ließ seinem Gegner dort keine Chance. Zum Abschied pfefferte der Italiener vor Freude seinen Schläger ins Publikum – den letzten den er hatte.

Nun bestplatzierter Italiener

„Es ist eine unglaubliche Woche. Ich kann es jetzt gerade gar nicht glauben. Ich war nervös, aber am Ende hatte ich wohl auch etwas Glück auf meiner Seite“, gestand der Sieger kurz nach dem Final-Krimi. Nach seinen zwei Turniersiegen in Deutschland wird Fognini erstmals unter die Top 20 der Welt rücken und damit Andreas Seppi, den bislang bestplatzierten Italiener, überholen.

Foto: Stefan Ruef

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