Fall Peng Shuai: Vorerst keine Turniere mehr in China

„Ich kann nicht mit gutem Gewissen von unseren Athletinnen verlangen, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht frei kommunizieren darf und offenbar unter Druck gesetzt wurde, ihre Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe zu widerlegen“, erklärte WTA-Chef Steve Simon in einem Statement. Die Spielerinnen-Organisation WTA hat ihre Drohungen nach dem mysteriösen Verschwinden von Peng Shuai wahr gemacht und harte Konsequenzen gezogen. Vorerst werden in China und Hongkong keine Damen-Turniere mehr ausgetragen.

„Nicht zu akzeptieren“
Die frühere Weltranglisten-Erste im Doppel hatte in einem Social-Media-Beitrag erklärt, vom ehemaligen chinesischen Vize-Regierungschef Zhang Gaoli sexuell missbraucht worden zu sein. Der Eintrag wurde rasch wieder gelöscht und plötzlich fehlte von der Chinesin zwei Wochen lang jede Spur. Dubiose Nachrichten, ein angebliches Videotelefonat mit IOC-Präsident Thomas Bach und Kurzvideos, bei denen die 35-Jährige kurz in die Kamera lächelte, schürten eher noch die Sorgen um Peng Shuai. „Wenn mächtige Leute die Stimmen von Frauen unterdrücken und Vorwürfe sexueller Übergriffe unter den Teppich kehren können, kann dies nicht akzeptiert werden“, stellte Simon klar.

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>