Federer fühlt sich zu jung für älteste Nummer 1 der Welt

Am Tag vor seinem 33. Geburtstag erklomm Paradiesvogel Andre Agassi am 27. April 2003 erneut die Spitze der Weltrangliste. Bis heute ist der US-Boy damit die älteste Nummer eins in der 1973 eingeführten ATP-Weltrangliste. Doch diesen Rekord könnte ein Mann dem Ehegatten von Steffi Graf nun streitig machen – Roger Federer. Nach seinem Triumph bei den Australian Open in Melbourne und den Siegen in Indian Wells sowie Miami kletterte der Schweizer bereits wieder auf Rang vier im Ranking.

Der Älteste? Besser der Erfahrenste!

Beim „Match for Afrika“ gegen den aktuellen Branchenprimus Andy Murray im Zürcher Hallenstadion wurde der „Maestro“ natürlich von Moderator Pedro Pinto darauf angesprochen, die älteste Nummer eins der Geschichte werden zu können. Bereits bei der Fragestellung machte sich im Gesicht des 18-fachen Grand-Slam-Champions ein breites Grinsen breit. „Der älteste? Ich fühl mich noch so jung“, schmunzelte Federer. Und Pinto reagierte blitzschnell: „Dann sagen wir eben der Erfahrenste.“

Schweizer bleibt uns mindestens bis 2019 erhalten

Federer stellte aber auch sofort klar, dass er im Zuge seines Comebacks, nie an den Tennisthron gedacht hat. „Ich wollte nur wieder große Turniere spielen und diese gewinnen. Aber natürlich würde es mich freuen, wieder die Nummer eins der Welt zu werden“, so der 35-jährige vierfache Familienvater. Dass der Eidgenosse in seiner Karriere noch viel vor hat, bewies er kürzlich in Hinblick auf die Swiss Indoors in Basel. Federer verlängerte den Vertrag mit seinem Heimturnier um weitere drei Jahre und wird dem Tenniszirkus somit mindestens bis 2019 erhalten bleiben. „Ich kann es kaum erwarten, im Herbst wieder vor meinem Heimpublikum anzutreten. In Basel zu spielen ist immer ein Höhepunkt des Jahres“, erklärte der Schweizer, der in drei Jahren dann 38 Jahre alt sein wird. Kein Wunder, denn in seiner Heimatstadt läuft es für Federer sportlich immer gut. Schon sieben Mal triumphierte er und stand insgesamt zwölf Mal im Finale. Lediglich im Vorjahr musste Federer wegen einer Knie-Verletzung die Swiss Indoors erstmals sausen lassen.

Aufhören wenn es am Schönsten ist? Warum?

Seine Fans wird es freuen: Denn schließlich hätte Federer ja genau dann aufhören können, wenn es am Schönsten ist. Nach seinem grandiosen Triumph in Australien, nach seinem bilderbuchmäßigen Comeback, mit dem Finalsieg gegen seinen Dauerrivalen Rafael Nadal. Es wäre der so runde Abschluss der Karriere des Roger Federer gewesen … aber wer weiß, was in dieser einzigartigen Karriere noch alles kommt.

Foto: Samuel Thurner

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