Federers Triumph und sein ständiger Rivale im Nacken

Udo Juergens

Mit Liedern von Udo Jürgens und dem ersten Auftritt von Roger Federer begann am Montag das Hauptturnier in Basel. Eigentlich wie immer: Erst ein Show-Act, dann die magischen Worte des Stadionsprechers: „Welcome home, Roger Federer!“

Nadal auf sämtlichen Plakaten abgebildet

Doch dieses Jahr hätte alles anders kommen sollen. Der Speaker hätte in diesem Jahr vom bewährten Protokoll abweichen und Rafael Nadal zum Eröffnungsakt empfangen müssen. Er hätte dann vielleicht „Welcome back, Rafa Nadal“ gesagt, das Publikum hätte ganz sicher artig applaudiert. Und doch hätte sich der ein oder andere sofort gefragt: „Wo ist Roger?“

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Richtig: Hätte! Denn Nadal hat kurz vor Turnierbeginn abgesagt. Zu kurzfristig offenbar für das Organisationsteam. Denn auf den Eintrittskarten, zahlreichen Werbebannern und auf dem offiziellen Turniermagazin ist der Spanier abgebildet.

Federer ungefährdet zum Auftaktsieg

Doch es kam wie schon in manch vergangenen Jahren. Roger Federer marschierte mit den Klängen „I want it all“ ein und verzückte am Super Monday seine Fans in seiner Heimat. „Es ist immer etwas besonderes in Basel zu spielen. Hier kennen mich viele und ich kenne viele. Basel in kein Turnier wie jedes andere.“ Und der Schweizer, der zum 14 Mal dabei ist und neun Mal im Finale stand, legte los wie die Feuerwehr: Mit zwei Vorhand-Winnern, einem Doppel- und einem Rückhand-Fehler seines Gegners Adrian Mannarino aus Frankreich schaffte Federer sofort das Break. Zwar musste er das Re-Break hinnehmen, doch der ehemalige Weltranglisten-Erste holte sich den ersten Satz mit 6:4. In dieser Tonart ging es weiter. Auch Mannarino zeigte, warum er in den Weltrangliste auf Platz 60 zu finden war und machte Federer seinen ersten Arbeitstag in Basel schwer.

Roger Federer

Nach 1 Stunde und 11 Minuten konnte der Schweizer aber ein letztes Mal an diesem Abend die Hände nach oben reißen und die 9000 Zuschauer in der St. Jakobshalle in Jubelstürme ausbrechen. Federer setzte sich am Ende ungefährdet 6:4, 6:2 durch.

Fotos: Samuel Thurner (1), Swiss Indoors Basel/Kurt Schorrer (2)

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