Finale furioso in London: Federer gegen Djokovic

Roger Federer Basel Foto: Samuel Thurner

Die Fans von Roger Federer mussten im Halbfinale der ATP World Tour Finals in London lange zittern. Denn der Schweizer konnte gegen Landsmann Stan Wawrinka nie an seine Leistungen wie etwa im Spiel zuvor gegen Andy Murray anknüpften. Und Wawrinka machte es seinem Davis-Cup-Kumpel schwerer als erwartet. Überraschend nach der klaren Niederlage gegen Novak Djokovic leistete die Nummer 2 der Schweiz erbitternden Widerstand und holte sich sogar den ersten Satz souverän mit 6:4. Auch anschließend zeigte Wawrinka teilweise hochklassiges Tennis. Doch der Maestro kämpfte sich in einem wahren Krimi, der nichts für schwache Nerven war, zurück und gewann den zweiten Durchgang knapp mit 7:5. Im Entscheidungssatz gelang Wawrinka gleich zu Beginn ein umstrittenes Break. Der Schiedsrichter überstimmte nämlich den Linienrichter und plötzlich stand es 0:40 anstatt 15:30. Federer bemerkte dies erst spät und die Reklamationen nützten nichts. Beim Stand von 5:4 schlug Wawrinka sogar zum Matchgewinn auf, vergeigte allerdings drei Matchbälle. Der ehemalige Branchenprimus konnte sich in den Tiebreak retten. Auch dort musste Federer einen Matchball abwehren, durfte dann aber nach 2 Stunden und 48 Minuten die Siegerfaust ballen und gewann im 17. Duell gegen seinen Freund zum 15. Mal. In London steht er nun zum neunten Mal im Finale und greift dort nach seinem siebten Titel.

Djokovic nach „Ehrenrunde“ im Finale

Im Finale wartet auf Roger Federer erwartungsgemäß der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Der Serbe setzte sich zuvor gegen den Japaner Kei Nishikori in drei Setzen durch. Der Branchenprimus begann dabei gewohnt souverän und luchste seinem Gegner gleich zu Beginn zweimal den Aufschlag ab. In nur 23 Minuten war der erste Durchgang mit 6:1 unter Dach und Fach. Ähnlich begann auch Satz 2. Djokovic breakte Nishikori gleich bei der ersten Möglichkeit. Doch plötzlich holte der Japaner zum Gegenschlag aus. Er schaffte umgehend das Re-Break, legt ein weiteres nach und gewann den zweiten Durchgang mit 6:3. Und die Fans in der Londoner O2-Arena glaubten ihren Augen nicht, als Nishikori im ersten Game des Entscheidungssatzes erneut zwei Breakchancen hatte – doch er vergab beide. Es kam, wie es kommen musste. Djokovic zündete den Turbo und holte sich den Satz sensationell mit 6:0.

Foto: Samuel Thurner

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