Finale! Rio wird für Juan Martin del Potro zum Märchen

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Wer hätte das Juan Martin del Potro vor einigen Monaten zugetraut? Wohl niemand! Nach etlichen Handgelenks-Operationen, Verletzungspausen und Rücktrittsgedanken steht der Argentinier bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Finale und darf sich damit nach der Bronze-Medaille in London vor vier Jahren erneut auf Edelmetall freuen.

Gaucho gewinnt Nervenschlacht

In einem wahren Tennis-Krimi vor 10.000 frenetischen Schlachtenbummlern setzte sich der Gaucho im Semifinale gegen Rafael Nadal mit 5:7, 6:4 und 7:6 (5) durch und strapazierte dabei nicht nur seine eigenen Nerven, sondern auch die der Zuschauer. Im Entscheidungssatz schlug der US-Open-Champion von 2009 beim Stand von 5:4 bereits zum Machtgewinn auf, doch Nadal konnte mit teilweise sensationellen Schlägen noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen und holte sich zu null das Re-Break. Im Tie-Break hatte dann aber del Potro das bessere Ende für sich und durfte nach drei Stunden und zehn Minuten den Finaleinzug bejubeln.

Murray im Halbfinale souverän

Dort trifft der Argentinier auf Titelverteidiger Andy Murray, der nach zwei knappen Siegen gegen Fabio Fognini und Steve Johnson im Halbfinale den Japaner Kei Nishikori mit 6:1, 6:4 regelrecht vom Platz schoss.

Nadal holte mit Lopez Gold im Doppel

Nadal hingegen, dessen Antreten in Rio aufgrund einer Handgelenksverletzung lange auf der Kippe stand, hat im Spiel um Platz drei noch die Chance auf seine insgesamt dritte Olympia-Medaille. Denn nach Gold im Einzel 2008 in Peking holte sich der Mallorquiner in Brasilien auch Gold im Doppel. Gemeinsam mit Partner Marc Lopez gewann der 14-fache Grand-Slam-Sieger in einem spannenden Finale gegen die Rumänen Florin Mergea und Horia Tecau nach zwei Stunden und 26 Minuten mit 6:2, 3:6 und 6:4. „Das ist ein unvergesslicher Moment. Dass ich das mit einem meiner besten Freunde erleben darf, ist unglaublich. Olympia ist für mich ein ganz spezielles Event“, meinte Nadal nach dem sehr emotionalen Triumph. Bronze sicherten sich die US-Boys Steve Johnson und Jack Sock. Sie besiegten im kleinen Finale Daniel Nestor und Vasek Pospisil aus Kanada mit 6:2 und 6:4.

Foto: Samuel Thurner

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