Gerald Melzer gewinnt Bruderduell und steht im Halbfinale

KITZBUEHEL,AUSTRIA,21.JUL.16 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows Juergen Melzer and Gerald Melzer (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Wohl niemand hätte nach den Davis-Cup-Strapatzen vor den Generali Open in Kitzbühel nur einen einzigen Cent darauf gewettet, dass Gerald Melzer ins Halbfinale einzieht. Aber der 26-jährige Niederösterreicher hat nicht nur die vielen Tennisfans im abermals ausverkauften Center Court, sondern wohl auch sich selbst überrascht. Dabei führte Jürgen Melzer gegen seinen kleinen Bruder im Viertelfinale mit 6:3 und 30:0, ehe Regenwolken über der Gamsstadt aufzogen. Nach einer 40-minütigen Pause und vor deutlich weniger Zuschauern, drehte der „Kleine“ schließlich das Match. Nach einer Stunde und 43 Minuten verwertete Gerald seinen dritten Matchball, gewann schlussendlich mit 3:6, 6:3, 6:1 und zog nach München 2015 in sein zweiten ATP-Halbfinale ein.

„Lieber hätte ich gegen einen anderen gewonnen“

„Es tut mir natürlich leid für Jürgen. Ich habe ihm meine Tennis-Karriere zu verdanken und hätte viel lieber gegen einen anderen gewonnen – aber ich freu mich natürlich über den Sieg!“, strahlte der jüngere der beiden Melder-Brüder nach dem Triumph. „Es war am Anfang nicht leicht für mich – auch wenn es nicht die erste Partie gegen meinen Bruder war.“ 2015 hatte er in Wimbledon nicht den Hauch einer Chance. Doch nun musste sich der Ältere geschlagen geben. „Er hat absolut verdient gewonnen“, zollte Jürgen seinem Bruder Respekt, „ich wusste nach der Pause nicht mehr richtig, wie ich dagegen halten sollte.“

Nun wartet ein „Marathon-Mann“ aus Italien

Im Halbfinale trifft Gerald Melzer nun auf den Italiener Paolo Lorenzi, der in seinem Viertelfinale gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff nicht nur die Zuschauer, sondern auch sich selbst auf eine harte Geduldsprobe stellte. Nachdem er bei 6:2 und 5:4 zwei Matchbälle vergeigte, musste sich die Nummer vier des Turniers auch noch einen dritten Satz antun und gewann schließlich nach drei Stunden und acht Minuten mit 6:2, 6:7 und 7:5.

Foto: GEPA pictures

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