Hacker stellen Kvitova und Williams an den Doping-Pranger

Petra Kvitova Stuttgart Foto: Samuel Thurner

Dürfen Sportler legal dopen? Es scheint so! Eine Hackergruppe namens „Fancy Bear“, die offenbar gestohlene WADA-Dokumente im Netz veröffentlichte, stellt jedenfalls zahlreiche Sportler wie etwa die beiden Williams Schwester Serena und Venus, Landsfrau Bethanie Mattek-Sands sowie die Tschechin Petra Kvitova an den Doping-Pranger. Laut diesen vertraulichen und äußerst brisanten Unterlagen besitzen zahlreiche Athleten auch aus andere Sportarten nämlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur medizinische Ausnahmebewilligungen – heißt: Sie dürfen regelmäßig Medikamente, die eigentlich auf der Dopingliste zu finden sind, legal einnehmen. „Ich habe das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADHS und werde medikamentös behandelt, seit ich ein Kind war“, meinte dazu etwa Turnstar Simone Biles, die ebenfalls an den Pranger gestellt wurde, via Twitter.

„Hacker wollen Ruf der Sportler beschmutzen“

Die WADA hat mittlerweile bestätigt, dass die publizierten Dokumente echt sind. In einer Mitteilung heißt es: „Wir sind uns bewusst, dass diese kriminelle Attacke mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten von 29 Athleten für die Betroffenen sehr belastend ist. Wir bedauern, dass diese Kriminellen versucht haben, den Ruf der Sportler zu beschmutzen und versichern diesen, dass wir von den Strafverfolgungsbehörden und IT-Spezialisten die größte Unterstützung bekommen.“

„Habe Regeln stets strikt eingehalten“

Venus Williams, die aufgrund der Ausnahmeregelung etwa das entzündungshemmende Cortison-Präparat Prednisolon einnehmen darf, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme auf der WTA-Webseite nicht sehr erfreut: „Als ich erfahren habe, dass meine medizinischen Daten von Hackern ohne meine Erlaubnis veröffentlicht wurden, war ich enttäuscht. Ich habe die Regeln des Tennis-Anti-Doping-Programms stets befolgt, welche mir eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken gestattet haben.“ Die ehemalige Weltranglisten-Erste bekräftigte zudem, dass sie eine der stärksten Befürworterinnen für den Erhalt von maximaler Integrität im Wettkampfsport sei. Im Sommer 2011 soll bei ihr das Sjögren-Syndrom diagnostiziert worden sein, welches Müdigkeit, Schwäche und mangelnde Energie zur Folge hat.“

Foto: Samuel Thurner

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