Haider-Maurer in Wimbledon zurück auf große Bühne

Mit dem Flug von Innsbruck nach London fiel für Andreas Haider-Maurer am Dienstag endgültig der Startschuss in seine „zweite Karriere“. Zwar hat der Niederösterreicher nach seiner 19-monatigen Verletzungspause wegen eines Faszien-Einrisses und einer damit verbundenen Entzündung im Bereich der rechten Ferse, die im Juli 2016 operativ behandelt werden mussten, seit Anfang Juni dieses Jahres bei drei ATP-Challenger-Turnieren aufgeschlagen, die Rückkehr von AHM auf die ganz große Tennis-Bühne erfolgt jedoch ab kommender Woche beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon.

Mit „Protected Ranking“ in Hauptfeld

Der 30-Jährige ist im All England Lawn Tennis and Croquet Club dank seines „Protected Rankings“ von 63 im Hauptbewerb mit dabei. „Ich fühle mich körperlich bereit, um wieder große Turniere zu spielen. Ich freue mich riesig auf Wimbledon und auch darauf, Spieler und Coaches wieder zu treffen, von denen sich einige während meiner Auszeit immer wieder erkundigt haben, wie es mir geht“, erklärt Haider-Maurer, der die Reise nach London mit seinem Trainer Daniel Huber und Physiotherapeut Stefan Mair angetreten hat. „Stefan hat mich während meiner Verletzungspause fast täglich behandelt, er kennt meinen Körper in- und auswendig. Speziell auf Rasen sind die Belastungen groß, daher ist es wichtig, dass ein Physiotherapeut in Wimbledon mit dabei ist“, betont der Wahl-Tiroler, der in der Vorwoche beim Challenger im italienischen Todi das Achtelfinale erreicht und damit neun ATP-Punkte erobert hat. Damit scheint er als Nummer 1025 nun auch wieder in der Weltrangliste auf.

„Viel Matchpraxis sammeln“

„Das Ranking ist in meiner Situation nebensächlich. Für mich ist es in der derzeitigen Phase vor allem wichtig, Matchpraxis zu sammeln, damit auch wieder die Schläge mit einer gewissen Selbstverständlichkeit funktionieren. Ich bin nicht weit weg von dem, was ich schon einmal gespielt habe. Im Training klappen die verschiedenen Spielzüge schon ganz gut. Jetzt gilt es, das auch in den Matches umzusetzen. Ich bin total positiv gestimmt, denn ich spüre, dass sich mein Spiel in die richtige Richtung entwickle“, blickt der in Innsbruck lebende Waldviertler den kommenden Aufgaben voller Zuversicht entgegen.

Wahl-Tiroler hofft auf Wildcards

Nach Wimbledon wird Haider-Maurer heuer drei weitere seiner insgesamt zwölf „Protected Rankings“ für die Sandplatzturniere in Umag (ATP 250) und Hamburg (ATP 500) sowie die US Open in New York nutzen. „Dazwischen werde ich meine Einsätze sehr kurzfristig planen. Ich hoffe natürlich, dass ich für das eine oder andere Turnier eine Wildcard bekomme und mich dadurch soweit verbessern kann, dass ich dann auch wieder aufgrund meiner Weltranglistenplatzierung in die Challenger reinkomme. Ich habe mir aber kein konkretes Ziel gesetzt, wo ich am Jahresende im Ranking stehen möchte. Dadurch würde ich mir nur selber unnötig Druck machen“, stellt AHM klar.

„Blick nach vorne gerichtet“

An seine Verletzungspause möchte Haider-Maurer nicht mehr allzu viele Gedanken verschwenden: „Es ist sehr hart, wenn du dich fünf Monate nur auf Krücken fortbewegen kannst. Ich habe zehn Kilo zugenommen, weil ich rein gar nichts machen konnte. Jetzt ist mein Blick nur noch nach vorne gerichtet!“

Foto: Haider-Maurer

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