Heimdebakel: Auch Andreas Haider-Maurer in Wien draußen

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Es war kein gutes Turnier aus rot-weiß-roter Sicht! Das kann man jetzt schon – vor dem Achtelfinale beim Erste Bank Open – sagen. Denn erstmals seit 1982 sind alle heimischen Akteure bereits in der ersten Runde in die Wiener Stadthalle ausgeschieden. Nachdem Qualifikant Lucas Miedler und die beiden Wildcard-Inhaber Gerald Melzer und Dennis Novak am Eröffnungstag scheiterten, und Dominic Thiem etwas überraschend gegen den Polen Jerzy Janowicz verlor, gab es für Österreichs letzte Hoffnung, Andreas Haider-Maurer, gegen den südafrikanischen Weltranglisten-Elften Kevin Anderson erwartungsgemäß nichts zu holen. Aufgrund einer Fersenentzündung gehandicapt verlor der Wahl-Tiroler, der sich in Wien auch als Maitre Chocolatier versuchte und Schokoladekugeln von Lindt befüllte, nach 74 Minuten mit 4:6 und 5:7. Anderson donnerte nicht weniger als 19 Asse übers Netz und ließ keine Breakchance der Österreichischen Nummer zwei zu.

Maitre Chocolatier Toni Schober befuellt mit Andreas Haider-Maurer/AUT Schokoladekugeln von Lindt (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 21.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

„Ich bin mit dem Ziel in die Partie gegangen, meine Aufschlaggames zu halten und zwei Mal ins Tiebreak zu kommen. Ich hätte mir gerne die Tiebreaks angeschaut, denn dort kann immer alles passieren, aber das habe ich leider nicht geschafft“, erklärte der Neo-Ehemann nach der Niederlage und streute der Nummer zwei des Turniers Rosen: „Seine Leistung war sehr stark, das muss man einfach anerkennen.“ Damit sind alle Österreicher im Einzel ausgeschieden.

Tsonga ringt Haas in drei Sätzen nieder

Im Duell zweier Wien-Sieger setzte sich der als Nummer vier gesetzte Franzose Jo-Wilfried Tsonga gegen Altmeister Tommy Haas in einer umkämpften Partie mit 6:3, 6:7 (3) und 6:4 durch. Der „Tennis-Ali“ wirkte nach den Strapazen in Asien – erst am Sonntag verlor er im Finale von Shanghai gegen Novak Djokovic – etwas ausgelaugt, konnte aber schlussendlich aufatmen. „Ich bin erst gestern Abend nach Wien gekommen und habe auch noch mit der Zeitumstellung zu kämpfen. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich dieses Match gewonnen habe“, freute sich Tsonga nach einer Stunde und 53 Minuten.

Jo-Wilfried Tsonga/FRA (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 21.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Heißsporn Fognini mit Auftaktsieg

Ähnlich lang dauerte zuvor auch das Match von Heißsporn Fabio Fognini gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu. Dabei hatte der Italiener in seiner Erstrundenpartie mehr zu kämpfen, als ihm lieb war. Der Freund von US Open Siegerin Flavia Pennetta setzte sich dann aber doch noch nach einer Stunde und 50 Minuten mit 6:4, 3:6 und 6:3 durch.

Lette Gulbis wirft Nummer drei aus dem Turnier

Bereits im Viertelfinale steht der Lette Ernests Gulbis, der zum Auftakt Mühe mit Qualifikant Miedler hatte. In der zweiten Runde gewann der Schützling von Günter Bresnik überraschend gegen den an Nummer drei gesetzten US-Boy John Isner. In der Runde der letzten Acht trifft Gulbis nun auf ein weiteres Aufschlagmonster – auf den Kroaten Ivo Karlovic. Dieser fertigte den Ukrainer Sergiy Stakhovsky mit 6:4 und 7:5 ab.

Ernests Gulbis/LAT (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 21.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Fotos: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer (4)

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