Hewitt beendet Glanz-Karriere…mit fadem Beigeschmack

hewitt

Er gewann zwei Grand-Slam-Titel (US Open 2001 und Wimbledon 2002), war die jüngste Nummer eins aller Zeiten und hatte 20 Jahre lang im Melbourne Park für Ekstase gesorgt: Lleyton Hewitt nahm nach seinem Zweitrunden-Aus gegen David Ferrer sehr emotional Abschied von der großen Tennis-Bühne. „Ich habe mich ja schon seit Tagen darauf vorbereitet, meinen Abschied zu nehmen. Jetzt habe ich aber eine Menge verschiedener Gefühle in mir“, meinte der Australier mit seinen drei Kindern im Arm noch am Platz zu den rund 15.000 Zuschauern. „Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe.“

„Wettbetrug? Ein völliger Witz!“

Der Abschied von Hewitt nach einer glanzvollen Karriere hat aber einen faden Beigeschmack. Denn ausgerechnet am Tag seines letzten Matches als Profis scheint sein Name auf einer Liste mutmasslicher Wettbetrüger auf. 13 von 15 verdächtige Spiele hat der „Aussie“ verloren. „Wettbetrug? Das ist ein völliger Witz! Meinen Namen in diesem Zusammenhang zu nennen, macht die ganze Sache zu einer absoluten Farce“, verteidigt sich Hewitt nach dem Match gegen Ferrer.

15 Profis unter Manipulations-Verdacht

Auf der Liste, die angeblich ein Daten-Experte entschlüsselt haben soll und auf dem Blog „Show Legend“ veröffentlicht wurde, findet man neben Hewitt noch folgende Namen: Igor Andreev (RUS), Lukas Lacko (SVK), Ivan Dodig (CRO), Andrey Golubev (KAZ), Juan Ignacio Chela (ARG), Jan Hajek (CZE), Albert Montanes (ESP), Daniel Gimeno-Traver (ESP), Janko Tipsarevic (SRB), Alex Bogomolov Jr (RUS), Matthew Ebden (AUS), Denis Istomin (UZB), Teymuraz Gabashvili (RUS) und Michael Russell (USA). „Wir sagen nicht, dass diese 15 Spieler Wettbetrüger sind, sondern nur, dass wir die Namen offenlegen“, erklärt der Blogger.

Steht auch Djokovic auf der Liste?

Laut der italienischen Sportzeitschrift „Tuttosport“ soll ein derzeit noch berühmterer Spieler als Hewitt in den Wettskandal verwickelt sein. Niemand geringerer als Novak Djokovic soll 2007 sein Match gegen Fabrice Santoro beim Paris-Masters mit Absicht verloren haben. „Das ist einfach absurd“, zeigte sich der Weltranglisten-Erste aus Serbien entrüstet. „Ich weiß nicht, ob ihr jetzt versucht, aus jedem Match, das ein Topspieler verloren hat, eine Story zu erfinden.“

Foto: twitter/Lleyton Hewitt (Screenshot)

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