„Ich hätte kein anderes Turnier außer Kitzbühel gespielt!“

Ist es die gesunde Luft in den Tiroler Alpen, das klare Bergwasser oder die vertraute Heimat? Fix ist, dass sich Philipp Kohlschreiber in Kitzbühel sichtlich wohl fühlt und die Gamsstadt im Deutschen neue Energien freisetzt. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass der Wahl-Kitzbüheler bei den Generali Open dermaßen auftrumpft und sich mit eindrucksvollen Kämpferqualitäten nun ins Halbfinale spielte. Und das, obwohl ihm die Adduktoren seit Hamburg (Aufgabe im Halbfinale) etwas zu schaffen machen. „Ich hätte diese Woche auch kein anderes Turnier dieser Welt gespielt. Kein Grand Slam, kein 1000er. Aber mit den Verantwortlichen hier bin ich so eng verbunden, dass ich es einfach probieren musste“, erklärte „Kohli“ schon nach seinem Achtelfinal-Sieg gegen Jiri Vesely.

„Kohli“-Show im Tiebreak, nun wartet Fognini

Auch im Viertelfinale gegen den Serben Dusan Lajovic, war von Beginn an wenig von einer möglichen Verletzung zu sehen. Zwar gab der Deutsche den ersten Satz mit 4:6 ab, spielte im Anschluss aber phasenweise großartig auf, holte sich Satz zwei mit 6:4, führte bereits mit Break im Dritten und schlug aufs Match auf. Dann allerdings begann für viele Kohlschreiber-Fans der Nervenkrieg. Lajovic schaffte das Rebreak und kämpfte sich ins alles entscheidende Tiebreak. In diesem führte der Serbe rasch mit 5:2, doch dann begann endgültig die Kohlschreiber-Show. Der gebürtige Augsburger machte fünf Punkte in Serie und holte sich somit das Match. Nun, nach Bangen am Court, ob die Verletzung schlimmer wird, nach täglich vier Stunden auf der Therapie-Bank und zwei Siegen steht Hausherr „Kohli“ im Viertelfinale und trifft dort auf Enfant terrible Fabio Fognini, der dem Brasilianer Thomasz Bellucci beim 6:3, 6:1 keine Chance ließ.

Neo-Coach Markus Hipfl begeistert

Über den Viertelfinaleinzug von Kohlschreiber freut sich auch Neo-Coach Markus Hipfl. „Wir ergänzen uns echt gut“, zog der Österreichische Ex-Topspieler im Gespräch mit der „Krone“ nach gut zweieinhalb Wochen Zusammenarbeit ein sehr positives Start-Resümee. Heuer wird Hipfl seinen neuen Schützling auf der US-Tour inklusive Flushing Meadows begleiten, 2018 wird der Ösi den Wahl-Tiroler 15 bis 20 Wochen folgen.

Foto: Samuel Thurner

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