„Wollte nie Trainerin werden – das soll mein Mann machen!“

Österreichs erfolgreichste Tennisspielerin aller Zeiten hat mit Kitzbühel eine ganz besondere Verbindung. Babsi Schett ist nicht nur seit Jahren Schirmherrin des bereits legendären „Ladies Day“, sondern steht auch für den rot-weiß-roten Privatsender ServusTV vor der Kamera. In der Gamsstadt fiel aber auch der Startschuss der internationalen Karriere für die Tirolerin. tennis-klatsch.com sprach im Zuge der Generali Open mit der ehemaligen Nummer sieben der Welt über ihre Vergangenheit, ihre Vorreiterrolle und über den Sandplatz-Klassiker im Ski-Mekka.

Vor 29 Jahren hast du in Kitzbühel dein allererstes Profiturnier gespielt. Schöne Erinnerungen an da Jahr 1990?

„Ich weiß sogar noch, gegen wen ich damals verloren habe, nämlich gegen Desiree Leupold. Drei Jahre später durfte ich vor heimischem Publikum dafür meinen ersten großen Sieg gegen die Bulgarin Katerina Maleewa, die unter den Top 10 war, feiern. Mit Kitzbühel verbindet mich also viel. Als Kind wollte ich eigentlich immer Ballmädchen sein, dieser Wunsch hat sich für mich aber nie erfüllt. Dafür war mein Papa Linienrichter.“

Du bist in Kitzbühel auch ins Turniergeschehen eingebunden und seit Jahren Schirmherrin des Ladies Days. Was sagst du zur Entwicklung des Tennisturniers in den vergangenen Jahren?

„Genial, wie sich das Turnier wieder nach oben katapultiert hat. Natürlich spielt da auch Dominic Thiem eine wesentlich Rolle. Kitzbühel ist ein etwas kleineres, aber ein sehr feines Turnier, mit einer tollen familiären Atmosphäre und einem tollen Team. Alex Antonitsch als Turnierdirektor ist „angreifbar“, bei vielen anderen Turnieren ist das überhaupt nicht der Fall. Viele Kollegen von ihm kommen kaum aus ihrem Büro raus.“

Im österreichischen Damentennis führst du als ehemalige Nummer 7 der Welt noch immer die Bestenlisten. Erfüllt dich das mit Stolz?

„Ein einstelliger Ranglistenplatz und damit Österreichs beste Tennisspielerin zu werden, war immer mein Ziel. Vor mir stand Babsi Paulus ja auf Platz zehn der Welt. Das war ein super Ansporn. Sicher bin ich stolz, dass ich die Liste heute noch anführe, aber ich würde mich auch freuen, wenn es ein neues Mädchen gäbe, das in Österreich den nächsten Schritt schafft.“

Mittlerweile stehst du für diverse TV-Sender vor der Kamera. Dein Traum-Job?

„Mir war es einfach wichtig, mit dem Tennissport verbunden zu bleiben., was mir Gott sei Dank gelungen ist. Seit 14 Jahren mache ich jetzt meinen Job bei Eurosport, das macht unheimlich Spaß. Als Trainerin wollte ich nie arbeiten – das überlasse ich lieber meinem Mann.“

Danke für das Interview!

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