Irre! Schiedsrichter coacht Kyrgios bei US Open zum Sieg

So etwas hat die Tenniswelt wohl noch nie gesehen! Es war in der zweiten Runde der US Open in New York als sich Enfant-Terrible Nick Kyrgios im Match gegen Pierre-Hugues Herbert wieder einmal mehr als lustlos zeigte. Dies konnte Schiedsrichter Mohamed Lahyani offenbar nicht mehr mitansehen. Der „Unparteiische“ stiegt beim Stand von 4:6 und 0:3 aus Sicht des Australiers von seinem Schiedsrichterstuhl und versuchte Kyrgios aufzumuntern. „Ich will dir helfen. Ich weiss, dass das nicht du bist!“ Fast eine ganze Minute redete der Referee wild gestikulierend auf den Spieler ein. Das „Coaching“ zeigte seine Wirkung: Kyrgios drehte das Match und siegte in vier Sätzen.

„Nicht seine Aufgabe“

Unter den Spielern sorgte die Szene für Kopfschütteln. Auch Roger Federer, der Gegner des Australiers in Runde drei, regte sich über das Verhalten des Schiedsrichters auf. „Ich weiß zwar nicht, was er gesagt hat. Es ist aber nicht die Aufgabe des Schiedsrichters so etwas zu machen.“

Offizielle gaben Fehler zu

Von offizieller Seite wurde Lahyani zunächst in Schutz genommen. Er habe aufgrund des Lärmpegels im Stadion seinen Stuhl verlassen, um den Zustand von Kyrgios zu überprüfen. „Er war besorgt, dass Kyrgios vielleicht medizinische Hilfe benötige“, wurde Oberschiedsrichter Brian Earley zitiert. Doch nach eingehender Prüfung der Sinneswandel. Die Offiziellen gaben zu, dass Lahyani über das Protokoll hinausgegangen ist. Er wird aber weiterhin als Schiedsrichter bei den US Open im Einsatz sein. Man wird aber wohl verstärkt eine Auge auf ihn haben.

Verwarnung sorgte für Sexismus-Debatte

Zuvor sorgte bereits eine Schiedsrichterentscheidung bei den US Open für eine Sexismus-Debatte. Die Französin Alize Cornet hatte ihr Shirt nach einer Hitzepause verkehrt angezogen und war deshalb im hinteren Bereich des Platzes kurz im Sport-BH zu sehen, als sie den Fehler bemerkte. Vom Schiedsrichter gab es dafür eine Verwarnung. Die Offiziellen bedauerten den Vorfall einen Tag später und erklärten, dass natürlich auch Frauen am Platz das Leibchen wechseln dürfen, wenn sie wollen.

Foto: youtube.com (Screenshot)

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