Italien gewinnt zum vierten Mal den Fed Cup

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Wie erwartet gewannen die italienischen Damen nach 2006, 2009 und 2010 zum vierten Mal den Fed Cup. Im Endspiel gegen ein ersatzgeschwächtes Russland (wie tennis-klatsch.com berichtete, fehlten alle sechs russischen Top-30-Spielerinnen) hatte es Italien aber zumindest im ersten Einzel schwerer als erwartet. Roberta Vinci lag gegen die Russin Alexandra Panova (eigentlich nur die Nummer zwölf ihres Landes) schon mit 5:7, 2:5 und 15/40 zurück und wehrte insgesamt vier Matchbälle ab. In einen Drama nach 3:13 Stunden setzte sich die Italienerin dann doch noch mit 5:7, 7:5, 8:6 durch.

Anschließend gewann Sara Errani gegen die 18 Jahre alte Fed-Cup-Debütantin Irina Khromacheva mit 6:1, 6:4 und stellte am ersten Tag nach den beiden Eröffnungseinzel auf 2:0 für Italien.

Errani machte alles klar

Auch am zweiten Tag ließ Errani nichts anbrennen: Sie schlug Alisa Kleybanova mit 6:1, 6:1 und machte den Triumph perfekt. Im abschließenden Doppel (das vierte Einzel wurde nicht gespielt) durfte von 5000 begeisterten Zuschauern auch Karin Knapp in Cagliari auflaufen. „Für mich waren es ganz große Emotionen, wieder ins Nationalteam zurückzukehren und zu diesem unglaublichen Triumph beizutragen. Das waren unglaublich tolle Tage hier in Cagliari“, strahlte die Südtirolerin bei der Siegerehrung. Gemeinsam mit Flavia Pennetta setzte sie sich gegen das russische Duo Gasparyan/Khomracheva mit 4:6, 6:2, 10:4 durch.

Auch Kleybanova darf jubeln

Doch auch die Russin durfte lachen. Schließlich besiegte sie den Krebs. Und das ausgerechnet in Italien. Das Ergebnis des Duells auf Leben und Tod zierte über Monate ihre Homepage: Alisa Kleybanowa vs. Hodgkin-Syndrom 6:0, 6:0. Als „Spielorte“ für den glatten Zu-Null-Sieg hatte sie Perugia und Rom angegeben. In den Krankenhäusern der beiden italienischen Städte hatte Kleybanova seit Mai 2011 gegen einen bösartigen Tumor im Lymphsystem gekämpft und sich dort Monate später auch der Chemotherapie gestellt. Zwei Jahre später kann sie sagen: „Ich bin aus dieser Schlacht als Siegerin hervorgegangen. Dass ich jetzt wieder auf dem Platz stehe, habe ich auch dem Tennis zu verdanken.“ Und mit einem Lächeln unter Sonne Sardiniens sagte Kleybanova weiter: „Ich bin mental auch auf schlechte Phasen vorbereitet. Ich will einfach nur alles genießen. In ihrem Fall sind solche Worte mehr als hohle Sportler-Phrasen.

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