Kein rot-weiß-rotes Happy End in Kitz

TENNIS - ATP, bet-at-home Cup 2014

Das rot-weiß-rote Tennis-Märchen in Kitz endete mit keinem Happy-End. Dominic Thiem zerbrach im Finale des bet-at-home Cup am Belgier David Goffin, der in einem hart umkämpften Match am Ende die größeren Kraftreserven mobilisieren konnte. Vor vollem Haus setzte sich der Außenseite, der mit der Wildcard des Lizenzgebers am Start war, mit 4:6, 6:1, 6:3 durch. Trotzdem: Thiem begeisterte die Massen und spielte am Fuße des Hahnenkamms die beste Woche seiner noch jungen Karriere.

Österreich ist stolz auf Thiem

Eine Stunde vor dem ersten Aufschlag war das Stadion bereits mit 6500 Fans gefüllt. Der Hexenkessel brodelte bereits beim Einspielen. Und die Massen wurden zunächst von ihrem neuen Liebling nicht enttäuscht: Mit Angriffstennis hielt er seinen Gegner, der zuvor 19 Siege en suite feierte (15 davon auf der Challenger-Tour), von Beginn an in Schach. Bis zum 1:1 im zweiten Satz: Plötzlich schien der Niederösterreich von der Rolle zu sein und bei Goffin ging alles auf. „Ich hatte die Spritzigkeit der vergangenen Tage nicht mehr“, erklärte Thiem nach dem Match. Goffin machte sieben Games in Folge. Im dritten Durchgang versuchte Österreichs Younster nochmals mit Hilfe des Publikums alles aus sich heraus zu holen – aber der Sprit war leer. „Es tut mir vor allem für meine meine Fans leid“, lauteten Thiems erste Worte an „sein“ Publikum. Trotzdem: Die Woche in Kitzbühel war phänomenal. Erstmals in seiner noch jungen Profi-Karriere erreichte Thiem ein Endspiel auf der ATP-Tour rutscht in der Weltrangliste weiter nach vorne.

TENNIS - ATP, bet-at-home Cup 2014

Große Anerkennung von allen Seiten

Großer Trost und Anerkennung kam auch von der Siegerseite. Goffins Coach Thierry van Cleemput meinte: „Ich bin mir sicher, dass Dominic noch der beste Sandplatzspieler der Welt werden wird.“ Und auch die Veranstalter waren über ihr Zugpferd mehr als begeistert. „Dominic hat Potenzial für die besten Zehn der Welt“, waren sich alle einig. Und vor allem wegen ihm strömte auch die Menschen wie zu Zeiten von Thomas Muster in das Casino-Stadion.

TENNIS - ATP, bet-at-home Cup 2014

Keine Zeit zum Verschnaufen

Viel Zeit zum Feiern bleib Thiem noch der tollen Woche jedoch nicht: Er wird nämlich bereits am Sonntag Morgen in den Flieger Richtung Toronto klettern – nachdem er beim 1000er-Event in das Hauptfeld rutschte. Ihm ist zu hoffen, dass die Umstellung auf Hartplatz schnell gelingen mag.

Fotos: GEPA pictures

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