Kerber und Djokovic – Königin und König von Wimbledon

Sie ist die erste seit Tennis-Legende Steffi Graf! Mit Angelique Kerber gewinnt nach 1996 wieder einen Deutsche in Wimbledon. Die Kielerin revanchierte sich bei Serena Williams für die Finalniederlage im Jahr 2016 und fegte die US-Amerikanerin mit 6:3, 6:3 vom Platz.

Extrem starke Returns

Dass das Endspiel so deutlich ausfallen würde, hatte wohl kaum jemand gedacht. Und das obwohl „Supermama“ Serena zehn Monate nach der komplizierten Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia in puncto Fitness sicherlich noch Aufholbedarf hat. Doch „Angie“ bewies einmal mehr, dass sie wohl die beste Return-Spielerin auf der Tour ist. Die Deutsche las die harten Aufschläge ihrer Gegnerin immer wieder extrem gut. Ein Schlüssel für ihren insgesamt dritter Major-Titel.

„Mehr als jemals erwartet“

„Es ist immer eine Ehre, zusammen mit Serena auf dem Court zu stehen – du bist eine Inspiration für uns alle“, streute die Siegerin der Finalistin Rosen. Und diese war trotz Niederlage happy. „Ich sollte enttäuscht sein, aber ich bin es gar nicht. Allein schon das Finale hier zu erreichen war mehr, als ich jemals erwartet hätte“, meinte der siebenfache Wimbledon-Champion.

13. Major-Titel für „Nole“

Bei den Herren gab es seit den Australian Open 2017 wieder einen anderen Sieger als Roger Federer oder Rafael Nadal. Allerdings bei Leibe kein Newcomer. Novak Djokovic krönte sein Comeback und strafte viele Kritikern, die nicht mehr an ihn glaubten, Lügen. Der Serbe gewann das Finale gegen den Südafrikaner Kevin Anderson, der im Viertelfinale Roger Federer in fünf Sätzen besiegte und im Semifinale in einem wahren Marathon-Match gegen John Isner die Oberhand behielt, in zwei Stunden und 18 Minuten mit 6:2, 6:2 und 7:6. „Nole“ sicherte sich damit seinen vierten Titel an der Church Road und seine insgesamt 13. Grand-Slam-Trophäe.

Stolzer Daddy

Mehr als zwei Jahre nach seinem letzten Triumph, in Paris 2016, konnte Djokovic, der im Halbfinale nach über sechseinhalb Stunden Rafael Nadal in die Knie zwang, nach einem eher einseitigen Match erstmals vor den Augen seines Söhnchen Stefan jubeln. „Es ist wunderbar. Zum ersten Mal mal kann ich jemanden hören, der ,Daddy Daddy‘ ruft.“

Serbe wieder in den Top Ten

Der „Djoker“ darf sich nicht nur über ein Preisgeld von rund 2,5 Millionen Euro freuen. Die ehemalige Nummer eins der Welt klettert im Ranking dank der 2000 Punkte als Zehnter auch wieder in die Top Ten zurück. Finalgegner Anderson verbessert sich sogar auf Platz 5 und erreicht damit sein „Karriere-High“.

Foto: instagram/Angelique Kerber (Screenshot)

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