Kerber verpasst Sprung auf den Tennisthron

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Es ist das Jahr von Angelique Kerber! Bei den Australian Open in Melbourne sicherte sich die Deutsche ihren ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon erreichte sie das Finale. Und bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewann die Kielerin die Silbermedaille und musste sich nur Überraschungs-Siegerin Monica Puig aus Costa Rica geschlagen geben.

Serena auch nach 183 Wochen nicht abgelöst

Doch während andere Spielerinnen nach den Strapazen von Brasilien müde und ausgelaugt wirkten oder sogar eine Pause machten, spielte Kerber beim WTA-Turnier in Cincinnati bis zum Endspiel groß auf. Nach glatten Siegen über die Französin Kristina Mladenovic, die Tschechin Barbora Strycova, die Spanierin Carla Suarez-Navarro und Simona Halep aus Rumänien, stand die Deutsche im Finale und hatte die Chance, mit einem einzigen Sieg gegen die Tschechin Karolina Pliskova US-Girl Serena Williams nach 183 Wochen von der Spitze der Weltrangliste zu verdrängen. Die jüngere der beiden Williams-Sisters musste ihre Teilnahme in Ohio aufgrund einer Entzündung in der rechten Schulter kurzfristig absagen und konnte damit ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen.

Muss Deutschland länger als 19 Jahre warten?

Doch Pliskova verdarb Kerber ordentlich die Party. Sie gewann überraschend glatt mit 6:3, 6:1. Die Wachablösung musste damit verschoben werden. Die 28-jährige Kerber wäre die erste deutsche Weltranglisten-Erste seit 19 Jahren – seit Steffi Graf im März 1997 – gewesen. Nur noch 190 Punkte trennen Kerber und Williams voneinander.

Vierkampf um Nummer eins

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Kerber hat bei den US Open erneut die Chance, Williams von der Spitze zu verdrängen. Doch sie ist nicht die einzige die den Tennisthron erklimmen kann. Es kommt in New York nämlich zum Vierkampf zwischen Serena Williams, Angelique Kerber, Garbine Muguruza und Agnieszka Radwanska. Williams, die viele Punkte zu verteidigen hat, muss im Big Apple mindestens das Halbfinale erreichen, um ihre Chance auf die Nummer eins zu wahren. Kommt es zum Finale zwischen der Amerikanerin und Kerber, duellieren sich die beiden auch um die Nummer eins. Kommt die Deutsche nicht ins Endspiel und gewinnt Muguruza, ist die Spanierin die neue Branchenbeste. Und Radwanska müsste die US Open eBeifalls gewinnen, muss aber auch hoffen, dass Williams und Kerber früh ausscheiden.

Foto: facebook/Angelique Kerber (Screenshot)

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