„Kohli“ und Zverev steuern dem Traumfinale entgegen

So schnell lässt sich Philipp Kohlschreiber nicht aus seinem Wohnzimmer in München vertreiben! Der dreimalige Turniersieger hat sich mit einer souveränen Leistung gegen die Nummer 13 der Welt, Karen Khachanov aus Russland, durchgesetzt. Ganz eng war der erste Satz, in dem Kohlschreiber keinen einzigen Breakball gegen sich zugelassen hatte. Auch von einem 2:5 Rückstand im Tie-Break ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und holte sich den ersten Satz, unter den Augen von FC Bayern-Verteidiger Mats Hummels, nach einer Stunde.

„Extrem unterhaltsames Match“
Auch im zweiten Durchgang war der Matchplan von „Kohli“ klar erkennbar, er spielte immer wieder auf die Rückhand von Khachanov, um dessen schnelle Vorhand gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Und auch im Zweiten funktionierte der Plan. Zwei Breaks für Philipp Kohlschreiber zum 6:4 im zweiten Satz, den Matchball verwandelte er ganz cool mit einem Ass. Kohlschreiber steht damit in seinem insgesamt zehnten Viertelfinale bei den BMW Open by FWU. „Wir haben den Zuschauern alles geboten, das war ein extrem unterhaltsames Match mit dem richtigen Ausgang für mich“, so Kohlschreiber.

Youngster gescheitert
Ausgeschieden ist hingegen die zweite deutsche Hoffnung Rudi Molleker. Der 18-jährige Youngster war super gegen Roberto Bautista Agut ins Match gestartet, machte dann aber doch zu viele Fehler, während der Spanier seine ganze Routine ausspielte und in zwei Sätzen gewann. Bautista Agut trifft nun im Viertelfinale auf den Argentinier Guido Pella, der im ersten Match des Tages Taro Daniel in drei hart umkämpften Sätzen niedergerungen hatte (6:1, 6:7, 6:3). Rudi Molleker darf mit seinem Auftritt bei den BMW Open dennoch zufrieden sein: „Nach einer Schwächephase mit vielen Erstrundenniederlagen ist jetzt mein Selbstvertrauen zurück und ich spiele wieder gutes Tennis“, so der 18-Jährige.

Zverev trifft auf Garin aus Chile
Schon am Mittwoch war Alexander Zverev ins Viertelfinale der BMW Open eingezogen. Er siegte in zwei Sätzen gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero und zeigte sich hinterher sehr erleichtert wieder in München zu sein: „Ich hatte wirklich schwere Momente im Match und bin sehr froh wieder in München zu sein. Das gibt mir immer sehr viel positive Energie.“ Sein Viertelfinale bestreitet Zverev gegen Cristian Garin aus Chile. Damit ist weiterhin das Traumfinale zwischen Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber am Sonntag möglich.

Foto: Gettyimages

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