Lehrstunde für den „Prinzen“: Nadal stoppt Thiem in Paris

Es sollte vor allem aus österreichischer Sicht die Wachablöse auf roter Asche werden. Doch Rafael Nadal bleibt der „Sandplatz-König“ von Paris und ließ dem „Sandplatz-Prinzen“ Dominic Thiem in dessem zweiten Semifinale bei den French Open nicht den Hauch einer Chance. Nach dem grandiosen Sieg gegen Novak Djokovic im Viertelfinale unterlag der Österreicher nach zwei Stunden und sieben Minuten sang und klanglos mit 3:6, 4:6 und 0:6.

„Schreckliches Ende nach guter Sandplatz-Saison“

Dabei verlief der Start vielversprechend. Thiem ging gleich mit einem Break 1:0 in Führung. Doch Nadal gelang umgehend das Rebreak. Vor allem gegen die hochabspringenden Top-Spin-Vorhandbälle des Spaniers schien der Schützling von Günter Bresnik in der Folge kein Rezept zu haben. Thiem riskierte mehr und machte dabei allerdings auch mehr Fehler. Auch den zweiten Durchgang dominierte der Mallorquiner nach belieben und demütigte seinen Gegner im dritten Satz regelrecht. Thiem gelang kein einziges Game mehr. „Ich konnte nicht meine Topform ausspielen. Ein schreckliches Ende einer guten Sandplatz-Saison“, war der Frust beim Lichtenwörther riesig.

Wawrinka nach Kraftakt im Finale

Nadal ist nun nur mehr einen einzigen Sieg von „La Decima“ – dem zehnten Titelgewinn an der Seine – entfernt. Im Endspiel wartet der Schweizer Stan Wawrinka, der in seinem vierten Grand-Slam-Finale um seinen vierten Titel kämpft. Der Eidgenosse rang den Weltranglisten-Ersten Andy Murray in einem wahren Marathonmatch nach vier Stunden und 34 Minuten mit 6:7 (6), 6:3, 5:7, 7:6 (3) und 6:1 nieder. Dabei hätte es der Schweizer durchaus einfacher haben können, gab er doch sowohl im ersten als auch dritten Satz eine Führung mit Break noch aus der Hand. Doch Murray zeigte immense Gegenwehr und grub die unmöglichsten Bälle aus. Dennoch spielt nun am Sonntag der 32-jährige Eidgenosse um seinen zweiten Titel bei den French Open nach 2015.

Foto: Samuel Thurner

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