Macht sich Nadal mit 21. Major-Titel unsterblich?

Rafael Nadal Rom Foto: Samuel Thurner

Vor den Australian Open stand ein großes Fragezeichen hinter Rafael Nadal. Ohne Spielpraxis und nach langer Verletzungspause trauten nur die wenigsten Experten dem Spanier den ganz großen Coup in Melbourne zu. Doch nach seinem fulminanten 6:3, 6:2, 3:6, 6:3-Sieg gegen den Italiener Matteo Berrettini und seinem 500. Sieg in einem Hartplatz-Match steht der „Stier aus Manacor“ tatsächlich knapp vor seinem zweiten Triumph in Down Under nach 2009.

Alleiniger Rekord steht am Spiel
Gewinnt Nadal sein insgesamt 29. Grand-Slam-Finale, zieht er nicht nur mit Roy Emerson, Rod Laver und Novak Djokovic – die einzigen drei Spieler, die bisher alle vier Major-Turniere mindestens zweimal gewinnen konnten – gleich, sondern würde sich mit seinem 21. Grand-Slam-Titel zum alleinigen Rekordhalter krönen und erstmals Roger Federer in der ewigen Tabelle überholen. „Für mich ist das komplett unerwartet“, zeigte sich Nadal nach dem Halbfinal-Triumph wie immer bescheiden. „Ich bin super glücklich!“

Schimpftirade gegen den Schiedsrichter
Doch einer will der ehemaligen Nummer eins der Welt die Suppe versalzen. Einer der Erfahrung darin hat. Denn Daniil Medvedev war es, der schon bei den US Open in New York Djokovic seinen 21. Major-Titel nicht gönnte. Der Russe flippte in seinem Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas völlig aus und beschimpfte dabei sogar den Schiedsrichter, setzte sich aber doch mit 7:5 (5), 4:6, 6:4, 6:1 durch.

Großartiges Endspiel wird erwartet
Im Endspiel am Sonntag (9.30 Uhr MEZ) wird sich zeigen, ob Nadal oder Medvedev die Emotionen besser im Griff hat – und ob womöglich tatsächlich Tennisgeschichte geschrieben wird.

Foto: Samuel Thurner

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