Märchen in Paris zu Ende: Djokovic zu stark für Thiem

Dominic Thiem Kitzbühel Foto: Robert Parigger

Mit seinem Einzug ins Halbfinale der French Open in Paris löste Dominic Thiem in seiner Heimat zumindest einen kleinen Tennis-Boom aus. Und ihm gelang endlich auch der Durchbruch bei den Major-Turnieren. Doch nach neun Siegen in Serie wurde die Erfolgsserie des jungen Niederösterreichers jäh beendet. Doch nicht von irgendjemanden! Denn in der Runde der letzten Vier stand dem Schützling von Günter Bresnik niemand geringerer als Branchenprimus Novak Djokovic gegenüber. Und der war im Stadion Suzanne Lenglen bei eiskalten Temperaturen einfach zu stark.

„Alles in allem war ich chancenlos“

Dies musste auch der Lichtenwörther neidlos anerkennen: „Er hat wirklich gut gespielt, aber ich habe ihm das Leben teilweise auch zu einfach gemacht. Alles in allem war ich chancenlos“, meinte Thiem kurz nach der Niederlage. Den erste Satz schnappte sich der Serbe nach 42 Minuten mit 6:2, Durchgang zwei dauerte sogar nur 28 Minuten. Der „Djoker“ gewann diesen mit 6:1. Zu Beginn des dritten Satzes keimte kurzfristig Hoffnung auf. Thiem schaffte ein Break und ging mit 3:0 in Führung. Doch die Nummer eins der Welt schlug zurück und stellte in wenigen Minuten auf 4:3. Am Ende musste sich der rot-weiß-rote Jungstar nach einem Rückhand-Fehler mit 2:6, 1:6 und 4:6 geschlagen geben. Im Finale trifft Djokovic nun auf den Schotten Andy Murray, der Titelverteidiger Stan Wawrinka mit 6:4, 6:2, 4:6 und 6:2 besiegte.

Ab Montag die Nummer sieben der Welt

„Ich hoffe, dass ich bald wieder so eine Chance bei einem Grand Slam bekomme. Dafür werde ich alles geben. Ich werde noch härter trainieren, um solche Patien zu gewinnen“, lautete die Kampfansage von Thiem. Trotz der Semifinal-Niederlage darf der Niederösterreicher erhobenen Hauptes die „Stadt der Liebe“ verlassen – mit 500.000 Euro Preisgeld und wichtigen Punkten für die Weltrangliste, die ihn am Montag auf Rang sieben im Ranking und damit erstmals in die Top Ten katapultieren werden.

Foto: Robert Parigger

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